Dass Elefanten um Artgenossen trauern, ist der Wissenschaft und auch vielen Laien schon länger bekannt, es gibt entsprechende Untersuchungen und auch Beweisvideos, in denen Biologen auf diese Tatsache hingewiesen haben. Doch den Tod eines Elefanten in freier Natur konnte die Menschheit bislang selten bezeugen. Mit diesem Video ändert sich das – „National Geograpic“ konnte die faszinierenden Bilder einfangen.

Sie liefern zudem weitere interessante Einsichten – nicht nur die Trauerarbeit der Dickhäuter, sondern auch die simple Tatsache betreffend, welche Bedeutung so ein toter Elefant für ein ganzes Ökosystem um den Kadaver haben kann. Manche mögen die nun folgenden Bilder tragisch oder schlimm finden – doch dies ist der Lauf der Natur, ob es dem Menschen nun gefällt, oder nicht. Wer weder Blut noch Eingeweide sehen kann, klickt besser nicht.

Nach der „Beerdigung“ folgt die Arbeit

Das Video beginnt mit dem Überlebenskampf eines Jungbullen, der sich müde im Schatten eines Baumes aufhält. Bei einem testosterongeschwängerten Kampf um paarungswillige Weibchen war er von einem älteren Elefantenbullen mit dem Stoßzahn aufgeschlitzt worden, seine Eingeweide hängen heraus. Das Tier erliegt seiner tödlichen Verletzung wenig später. Damit beginnen faszinierende Bildfolgen.

Zuerst taucht die Herde des Jungbullen auf, um Abschied von ihrem Kameraden zu nehmen. Die Tiere legen sich in ihrem Trauerverhalten auf den Kadaver oder berühren ihn mit den Hinterbeinen. Kaum, dass die Elefanten weitergezogen sind, taucht eine Armee von Verwertern auf: Hyänen, Geier und Bakterien machen sich an die Arbeit. Kaum eine Woche später ist von dem vier Tonnen schweren Dickhäuter bloß noch ein Gerippe übrig.

Auf diese Weise hat er Dutzende, wenn nicht Hunderte Tiere ernährt, die ansonsten gegen Hunger und menschliches Eindringen in Naturräume kämpfen müssen, sich durch das Elefanten-Aas aber für Wochen sattfressen konnten. So erhält das Tier mit seinem Fleisch ein kleines Ökosystem auf lokaler Ebene. Lasst euch diese fesselnden Einblicke in ein eigentlich alltägliches Naturschauspiel nicht entgehen.