Ein Jahresgehalt in nur einem Monat: Flugbegleiterin kündigt und geht zu OnlyFans – Es gibt viele Gründe, seinen Job zu wechseln, in den meisten Fällen dürfte aber Geld der ausschlaggebende Faktor sein. Erst Recht, wenn man plötzlich das Zehnfache verdienen kann. So geschehen im Falle von Alexia Grace, die als Flugbegleiterin und Barista kündigte, um sich als Model auf OnlyFans zu verdingen.

In ihren vorherigen Jobs verdiente sie im Schnitt 600 Pfund pro Woche (knapp 700 Euro), nach einer etwas holperigen Startphase verdient sie auf der abonnementbasierten Bezahlplattform mittlerweile 25.000 Pfund pro Monat (knapp 29.000 Euro).

Mal ganz abgesehen davon, dass sie „die unhöflichen Kunden nicht vermisst“.

In ihrem neuen Beruf weht, was das betrifft ein anderer Wind: „Ich genieße es wirklich sehr. Am liebsten mag ich die sozialen Medien – ich liebe TikTok und Instagram, und ich kann das zu meinem Job machen. Ich liebe auch die Freiheit. Letztes Jahr habe ich sechs Monate in Dubai verbracht und bin dieses Jahr zwei Monate durch Mexiko gereist – ich liebe es, dort arbeiten zu können, wo ich will.“

„Vor zwei Wochen habe ich mir auch ein neues Auto gekauft – einen Mercedes-Benz A250 AMG Line.“

Zunächst war Alexia besorgt darüber, was die anderen Leute denken würden: „Aber darüber kommt man schnell hinweg. Viele Leute denken, es sei leicht verdientes Geld, aber das ist es nicht, man muss wirklich viel Zeit investieren. Ich kann es mir jetzt leisten, einen vollen Kühlschrank zu haben, und die meiner Familie füllen.“

„Das ist das Erfreulichste daran, denn manche Leute können sich im Moment nicht einmal etwas zu essen leisten.“

Ohne OnlyFans, sinniert die 24-Jährige, wäre sie nicht in der Lage gewesen, sich ein Haus zu mieten, sondern würde vermutlich noch bei ihren Eltern leben. Die 12-Stunden-Schichten als Flugbegleiterin seien für die harte Arbeit jedenfalls nicht gut genug bezahlt gewesen, weshalb sie der Zeit nicht nachtrauert.

„Man bekommt nicht annähernd so viel Geld, wie man für die Arbeit, die man leistet, verdienen würde. Die Kunden konnten extrem unhöflich sein, und die Bezahlung betrug nur etwa 1.300 Pfund pro Monat.“

Alexia fing dann an, als Barista in einer Tankstelle zu arbeiten, wo sie allerdings weniger als 300 Pfund pro Woche verdiente.

Um mehr Zeit in OnlyFans investieren zu können, ging sie also auch von dort fort: „Ich wollte einfach einen Job, bei dem ich die Freiheit habe, mein eigener Chef zu sein, und bei dem ich tatsächlich gutes Geld verdiene.“

Dieser Wunsch sollte wahr werden, doch es dauerte eine Weile, bis ihr Erfolg auf der Plattform vergönnt sein sollte: „Im ersten Monat habe ich 1.500 Pfund verdient, was gut war. Aber ich glaube, am Anfang waren es viele neugierige Leute. Im Dezember waren es dann nur noch 500 Pfund.“

Alexia weiter: „Es war enttäuschend, dass ich nur 500 Pfund verdient habe, während andere Leute offensichtlich ein Vermögen machten. Aber ich habe weitergemacht, und bin froh, dass ich es getan habe. Im Juli 2021 habe ich 2.000 Pfund verdient, und im August dann 10.000 Pfund.“

Schließlich reifte in ihr eine Erkenntnis:

„Mir wurde klar, dass man alles, was man hat, in die Sache stecken und so viel wie möglich in den sozialen Medien posten muss, z. B. TikToks machen und sie so schnell wie möglich verbreiten.“

Mittlerweile hat sie Leute, die für sie arbeiten: „Aber damals habe ich acht Stunden am Tag gearbeitet. Ich habe Nachtschichten eingelegt, um mit Leuten zu sprechen, und diese langen Arbeitszeiten haben mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin.“

„Viele Leute denken, es sei leicht verdientes Geld, aber das ist es nicht. Man muss wirklich viel Zeit investieren. Zum Glück macht es mir wirklich sehr viel Spaß.“

Quelle: dailystar.co.uk