Wir haben dem größten Transportflugzeug aller Zeiten schon einige Artikel gewidmet, und dabei erfahren, dass es lediglich eine einzige Antonov AN-225 auf dieser Welt gibt. Von den ursprünglich drei geplanten Modellen wurde nämlich nur die Maschine mit dem Beinamen „Mrija“ fertiggestellt. Die zweite Antonov harrt bis heute in einem Hangar im russischen Kiew der Fertigstellung. Modell Nummer drei wurde in den Wirren der Geschichte erst gar nicht zu bauen begonnen.

Wie sich nun aber zeigt, hat Mrija doch noch eine kleine Schwester bekommen. Und „klein“ ist in dem Falle relativ. Denn im Vergleich zum 84 Meter langen Original ist die Maschine im Video mit ihren 350 Zentimetern ein Winzling. Für ein flugtaugliches Modell indes ist die 6-motorige Antonov AN-225 im Maßstab 1:25 ein echter Brocken. Zumal sie auch noch eine Miniaturversion der sowjetischen Raumfähre Buran auf dem Rücken trägt, für deren Transport das gigantische Frachtflugzeug ursprünglich überhaupt erst gebaut wurde.

Es herrscht also Liebe zum historischen Detail im schweizerischen Hause Bühr, dem das Modell entstammt. Gemeinsam mit seiner Frau Fredi hat der Erbauer Hans Bühr mit seinem Werk sogar Pionierarbeit geleistet. Denn Propeller waren mit Blick auf das möglichst originalgetreue Erscheinungsbild zur Nachbildung der Triebwerke keine Option. Und der dafür heute gängige elektrische Impellerantrieb steckte anno 1994, als Hans mit der Planung des Modells begann, noch in den Kinderschuhen.

Doch die akribische Recherche und Arbeit hat sich gelohnt. Am Ende sollte die Bühr’sche Antonov nämlich das weltweit erste elektrisch angetriebene 6-motorige Impellerflugzeug überhaupt sein.

Quelle: jetscale.ch