Ihr würdet euren nächsten Urlaub schon gerne auf dem Meer verbringen, habt aber keinen Bock, die ewig gleichen, von schwitzenden Touristen überrannten Reise-Hot-Spots anzulaufen? Dann haben wir hier einen ganz heißen Tipp für euch. Oder besser, einen ziemlich coolen. Denn mit Urlaubsbildern von Sommer, Sonne, Strand und Palmen lockt ihr niemanden hinter dem Ofen vor. Wenn ihr aber erzählt, dass ihr mit dem größten und stärksten Eisbrecher der Welt durch das meterdicke Eis der Arktis gepflügt seid, ist euch Aufmerksamkeit gewiss.

Die russische „50 Let Pobedy“ (zu Deutsch: „50. Jahrestag des Sieges“) ist nicht nur das modernste und größte Schiff der „Arktika“-Klasse, sondern auch der leistungsfähigste Eisbrecher, der jemals gebaut wurde. Angetrieben von einem Atomreaktor (verbaut sind sogar gleich zwei, es wird jedoch nur jeweils einer betrieben) bringt es das 159 Meter lange und 30 Meter breite Schiff auf satte 75.000 PS, mit denen es sich durch Eis von einer Dicke bis zu 5 Metern beißt, als wäre es bloß die gefrorene Schokoschicht eines Magnum.

Und so gelang es der „50 Let Pobedy“ anlässlich des Fackellaufs zu den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi auch, das olympische Feuer vom Heimathafen Murmansk innerhalb der damaligen Rekordreisezeit von gerade mal 91 Stunden und 12 Minuten zum Nordpol zu bringen. Diese Zeit wurde 2017 mit 72 Stunden jedoch deutlich unterboten, und zwar von der „50 Let Pobedy“ selbst.

Zwar ist der Eisbrecher, gebaut um Forschungs- und Frachtschiffe durch die nur schwer erreichbaren Regionen der Arktis und entlang der Nordostpassage zu lotsen, alles andere als ein Touristenschiff, und doch können geneigte Abenteurer während der kurzen Sommermonate eine Tour zum geografischen Nordpol buchen. Der Preis hat es mit knapp 27.000 Euro allerdings in sich!