Diese Nachricht wird Dampfern nicht gefallen: Eine aktuelle Studie der University of California offenbart, dass E-Zigaretten potentiell schädlich für menschliche Atemwegszellen sind. Sie sollen einen nachteiligen Effekt auf Entzündungsreaktionen im Gewebe haben und unsere Immunabwehr unterdrücken. Zugleich erhöhen sie das Vermehrungsverhalten von Bakterien. Die Studie wurde im „Journal of Molecular Medicine“ veröffentlicht.

Prof. Dr. Laura E. Crotty Alexander, die Autorin der Untersuchung: „Diese Studie zeigt, dass der Dampf der E-Zigarette nicht harmlos ist. In hohen Dosen kann er Lungenzellen töten. Das ist erschreckend.“ Alexander zufolge führt das Einatmen der erhitzten Chemikalien, unter anderem der Flüssigbestandteile von Propylenglykol und Nikotin, zu „Veränderungen im Milieu der Atemwege“. 

Wohlfühlzone für Bakterien

„Einige der Veränderungen, die wir bei Mäusen, die E-Zigaretten-Rauch ausgesetzt waren, gefunden haben, sind auch bei den Atemwegen und im Blut von herkömmlichen Zigarettenrauchern bekannt, während andere bei Menschen mit Krebs oder entzündlichen Lungenerkrankungen zu finden sind“, so Alexander.

Im Verlauf der Studie konnte aufgezeigt werden, dass Staphylokokken der Art Aureus durch den Dampf besser in die Lage versetzt wurden, in Atemwegszellen einzudringen. So starb ein Viertel der durch dieses Bakterium mit Lungenentzündung infizierten Mäuse, wenn die Tiere zuvor dem Dampf der E-Zigaretten ausgesetzt waren.

Die Studie wurde an Liquids von sieben Herstellern für E-Zigaretten belegt – es kann also nicht von Einzelfällen bestimmter Marken ausgegangen werden.