E-Zigaretten-Studie: „Dampfer“ bekommen 2-mal so häufig Erektionsstörungen – Eine neue Studie zum Thema E-Zigaretten und „Dampfen“ untersuchte mögliche Zusammenhänge zwischen Erektionsstörungen bei Männern, die mit nicht-traditionellen Methoden Tabak konsumieren. Dabei konnte aufgezeigt werden, dass Konsumenten von E-Zigaretten mehr als doppelt so häufig von Erektionsstörungen betroffen sind wie „Nicht-Dampfer“.

Mehr als 13.000 Männer im Alter von über 20 Jahren wurden für die Studie befragt. Dabei zeigten tägliche „Dampfer“ ein mehr als 2,2-mal höheres Auftreten von Impotenz als Männer, die noch nie gedampft hatten – und zwar unabhängig davon, ob diese Männer sonst bereits von anderen Risikofaktoren betroffen waren. Auch bei Studienteilnehmern, die nie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen gewesen waren, zeigte sich:

„Dampfer“ hatten unabhängig davon eine um 2,4-mal höhere Wahrscheinlichkeit für Erektionsstörungen als Nichtkonsumenten.

Die Studie wurde am 30. November 2021 im „American Journal of Preventive Medicine“ veröffentlicht. Es ist wichtig, nicht außer Acht zu lassen, dass die Studie explizit keinen kausalen Zusammenhang aufzeigen konnte. Zudem betont das Magazin „Ladbible“, dass der Genuss von E-Zigaretten weitaus weniger schädlich sein soll als herkömmliches Rauchen.

Das Expertenteam der New York University (NYU) Grossman School of Medicine und der Johns Hopkins University möchte mit der Studie jedoch darauf verweisen, dass auch das „Dampfen“ nicht ohne Risiken ist. Zudem räumte man ein, dass die Studie auf Teilnehmer-Selbstauskünften beruhe und diese ungenau sein könnten. Studienleiter Dr. Omar El Shahaw, Assistenzprofessor in der Abteilung Volksgesundheit an der NYU, kommentierte auf dem Portal „Insider“.

Wörtlich sagte Dr. El Shahaw:

„Insgesamt sind E-Zigaretten wahrscheinlich weniger schädlich als das Rauchen von Zigaretten in dem Maße, wie sie das Zigarettenrauchen ersetzen. Männer, die rauchen und umsteigen wollen, weil das Dampfen weniger schädlich ist, sollten versuchen, das Dampfen einzuschränken, weil es einfach nicht risikolos ist.“

Schon seit Langem steht fest, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Rauchen und sexuellen Funktionsstörungen gibt. Dieser fußt auf möglichen Auswirkungen des Nikotinspiegels auf die Blutgefäße. Für E-Zigaretten nehmen die Experten einen entsprechenden Zusammenhang an:

„Unsere Analysen berücksichtigten die Rauchgeschichte der Teilnehmer, einschließlich derer, die noch nie geraucht haben. Es ist also möglich, dass tägliches Dampfen von E-Zigaretten mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für erektile Dysfunktion in Verbindung gebracht werden kann, unabhängig von der Rauchgeschichte der Teilnehmer“, so El Shahaw.

Er schloss:

„Wir müssen den Zusammenhang zwischen Vaping-Produkten und erektiler Dysfunktion sowie die möglichen Auswirkungen auf die sexuelle Gesundheit von Männern umfassend untersuchen. Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, weitere Studien durchzuführen, um den Gebrauch von E-Zigaretten, der relativ sicherer ist als das Rauchen, in einen größeren Zusammenhang zu stellen.“

Quelle: ladbible.com