Viele Raucher wenden sich zum Aufhören von klassischen Glimmstängeln ab und der E-Zigarette zu. Doch eine neue Studie betont, dass das „Dampfen“ das Risiko für Herzattacken, Schlaganfälle oder die Entwicklung von Herzkrankheiten drastisch erhöhen kann. Die Studie wurde von der „American Heart Association“ durchgeführt und kommt zu dem Schluss, dass mittlerweile einer von 20 Menschen in den USA E-Zigaretten dampft.

Laut den Ergebnissen der Untersuchung könnte genau das die Chance, eine Herzattacke zu erleiden, um 60 Prozent erhöhen. Die Wahrscheinlichkeit, durch den Konsum von E-Zigaretten Opfer eines Schlaganfalles zu werden, steigt laut den Studienergebnissen sogar um 71 Prozent. 400.000 Probanden wurden für die Studie untersucht und dabei eine Verbindung zwischen dem Dampfen und entstehenden Blutgerinnseln im Körper aufgezeigt.

Keine schlüssigen Beweise für die Tödlichkeit

66.795 dampfende Probanden hatten ein um 71 Prozent erhöhtes Schlaganfall-Risiko sowie eine um 59 Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit, eine Herzattacke oder Angina zu erleiden. Diese Gruppe hatte auch ein um 40 Prozent gesteigertes Risiko, dauerhaft herzkrank zu werden. Insgesamt hatten 4,2 Prozent der Studienteilnehmer bereits einmal einen Schlaganfall erlitten.

Schlüssige Beweise, dass das Dampfen tödlich sei, konnten von der Studie jedoch nicht nachgewiesen werden. Dennoch betont Dr. Larry Goldstein, Vorsitzender der Abteilung für Neurologie und stellvertretender Leiter des Kentucky Neuroscience Institute, dass eine „Welle an Herzproblemen“ infolge des Dampfens auf die Gesundheitsberufe zukommen könnte.

Britische Studie: Dampfen 95 % weniger gefährlich als Rauchen

„Es ist offensichtlich sehr beunruhigend. Dies ist eine potenzielle Speerspitze einer Welle von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die auf uns zukommen könnten, zumal [das Dampfen] für junge Nutzer so attraktiv ist. Dies sind die ersten echten Daten, die wir sehen, die den Gebrauch von E-Zigaretten mit schweren kardiovaskulären Ereignissen in Verbindung bringen“, so Goldstein.

Weiter betonte er: „Das ist ein ziemliches Problem, zumal wir landesweit eine Stabilisierung und in vielen Fällen eine Zunahme des Risikos einer Schlaganfall-Sterblichkeit im Land verzeichnen. Es ist schwierig, einzuordnen, welchen Beitrag das Dampfen dazu leistet, aber es scheint basierend auf den verfügbaren Daten nicht sicherer zu sein [als das Rauchen] – zumindest momentan nicht.“

Eine Studie von 2018, die von der britischen Gesundheitsbehörde angestrengt wurde, sagt das Gegenteil aus. Dieser Untersuchung zufolge glauben 44 Prozent aller Raucher fälschlicherweise, dass das Dampfen genauso schädlich sei wie herkömmliches Rauchen. Dabei weist die Studie nach, dass der Konsum von E-Zigaretten 95 Prozent weniger schädlich ist.

Quelle: ladbible.com