In Sachen E-Zigaretten herrscht dieser Tage viel Unklarheit. Befürworter heben die im Vergleich zu einer herkömmlichen Zigarette deutlich geringere Gefahr für die Gesundheit in den Vordergrund, während Skeptiker von einer Verlagerung der Sucht sprechen, die ebenfalls Risiken mit sich bringt. Aber ist eine E-Zigarette nun gefährlich für den Konsumenten oder nicht? Wissenschaftler des amerikanischen Roswell Park Cancer Institute sind dieser Frage nachgegangen.

„Viele der Inhaltsstoffe, die in E-Zigaretten zum Einsatz kommen, werden als unbedenklich eingestuft, wenn sie gegessen wurden. Es ist bisher jedoch wenig bekannt, wie sie sich auswirken, wenn sie erhitzt und inhaliert werden“, erklärt der Leiter der Studie, Maciej Goniwicz.

Also nahm man im Zuge der Studie sechs unterschiedliche E-Zigaretten und die entsprechenden Geschmacksflüssigkeiten genauer unter die Lupe. Auf chemische Reaktionen untersucht wurden dabei unter anderem die Geschmacksrichtungen Menthol, Kaffee, Tabak, Pina Colada und Erdbeere. Der Fokus lag dabei auf den Trägerstoffen, welche bei der Erhitzung der verschiedenen Liquide entstehen können.

Zusammengefasst kommen die Experten zu dem Ergebnis, dass sich die hohe Stromleistung und bestimmte Geschmacksrichtungen als besonders toxisch erweisen und das Bronchialsystem angreifen. Insbesondere „Erdbeere“ hat es bei der Entwicklung besagter entzündlicher Trägerstoffe in sich.

Als ebenfalls problematisch sieht die Studie die Tatsache, dass viele Hersteller E-Zigaretten anbieten, deren elektrische Leistung von den Konsumenten je nach Bedarf eingestellt werden kann. Dies verstärkt bei einigen Geräten die Bildung schädlicher Stoffe und erhöht damit das Risiko, dass beim Verdampfen die bronchialen Zellen angegriffen werden. Denn je höher die Leistungsstufe, desto giftiger der Rauch.

Die Wissenschaftler raten dazu, E-Zigaretten wenn möglich mit wenig Volt zu betreiben und fordern überdies eine stärkere Regulierung seitens offizieller Stellen.

Quelle: bild.de