Kein Tag ohne Neuigkeiten zur E-Zigarette: Eine Studie bringt den Glimmstängel-Ersatz in Verbindung mit Gefäßkrankheiten. Wissenschaftler des Karolinska Intituts in Stockholm fanden heraus, dass der Konsum nikotinhaltiger E-Zigaretten nicht nur den Blutdruck und die Herzfrequenz eigentlich gesunder Nutzer erhöhte, sondern auch die Blutgefäße zeitweilig beeinflusste.

Ein Zustand, der auf den Namen „Arterielle Steifheit“ hört, ist überdies bei Rauchern nikotinhaltiger E-Zigaretten dreimal so hoch wie bei denen, die auf Nikotin verzichten. Studienleiter Doktor Magnus Lundback dazu: „Die Anzahl der E-Zigaretten-Nutzer ist in den letzten Jahren dramatisch angestiegen und sie wurde als ‚nahezu harmlos‘ beschrieben. Doch die Sicherheit der E-Zigaretten ist diskussionswürdig und eine wachsende Anzahl an Beweisen legt sehr wohl Gesundheitsschäden nahe. Wir konnten in dieser Studie nachweisen, dass Versuchspersonen, die nikotinhaltige E-Zigaretten konsumierten, erhöhten Blutdruck und eine gesteigerte Herzfrequenz aufwiesen.“

Gesunde Gelegenheitsraucher als Tester

Für die Studie wurden 15 gesunde Probanden im Durchschnittsalter von 26 angeheuert. Alle waren Gelegenheitsraucher mit einem Maximum von zehn Zigaretten monatlich, die vorher noch nie E-Zigaretten ausprobiert hatten. Im Laufe der Studie nutzten sie an jeden zweiten Tag 30 Minuten lang nikotinhaltige E-Zigaretten, an jedem anderen Tag E-Zigaretten ohne Nikotin. Die Forscher registrierten an jedem Tag mit nikotinhaltigen Geräten bei der Blutdruck- und Herzfrequenz-Messung „Arterielle Steifheit“ – sowohl während des Konsums als auch zwei bzw. vier Stunden später.

Dr. Lundback sieht eine direkte Verbindung für diesen ernsthaften, aber zeitweiligen Zustand der Arterien im Nikotin und warnt Nutzer vor Langzeitfolgen: „Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines umsichtigen Umgangs mit E-Zigaretten, insbesondere für Gesundheitsexperten. Nutzer der E-Zigaretten sollten sich der potentiellen Gefahren dieser Produkte bewusst sein, sodass sie auf Basis wissenschaftlicher Fakten nötigenfalls aufhören.“

Quelle: unilad.co.uk