Geht es um die Frage, ob und inwieweit E-Zigaretten gefährlich sind, so ist zumindest seitens der Wissenschaft immer noch keine definitive Antwort gefunden worden. Zu wenige Studien beschäftigen sich mit der Schädlichkeit – dementsprechend können Dampfer vorerst aufatmen: Denn die Alternative zum klassischen Sargnagel wird vorerst nicht besteuert. Erst 2019 soll eine neue Einschätzung erfolgen.

Dies ergeht aus einem Medienbericht der „Stuttgarter Zeitung“ sowie der „Stuttgarter Nachrichten“, die sich wiederum auf einen Bericht der Brüsseler Behörde berufen. Demnach will sich die EU-Kommission vorerst gegen eine EU-weite Einführung einer Steuer auf sogenannte Liquids aussprechen. Diese Flüssigkeiten werden in elektronischen Zigaretten erhitzt und in Dampf umgewandelt, der dann von den Nutzern „geraucht“ wird. Die Zeit für einen Steuervorschlag sei noch nicht gekommen, wenn es nach der EU-Kommission geht, weil zu wenige Daten für den vergleichsweise jungen Sektor verfügbar seien. Es sei daher „schwierig, Vorhersagen zu machen, wie sich der Markt in der Zukunft entwickeln wird“.

Zudem herrsche zu wenig Klarheit, so die Kommission, wie schädlich das Dampfen sei. Sie hält daher „eine vorsichtige Annäherung“ aus gesundheitspolitischer Perspektive für sinnvoller, wie es in dem Kommissionsbericht heißt. Daher soll frühestens erst 2019 eine neue Prüfung auf eine mögliche Besteuerung für E-Zigaretten erfolgen. Dies gilt übrigens nicht nur für Liquids, sondern auch für sogenannte „weniger schädliche Zigaretten“ sowie Feinschnitt – auch hier werden keine neuen Vorschriften geplant.

Wie sich die künftige Bundesregierung mit dem Thema auseinandersetzt, ist hingegen noch unklar. Nach dem Bericht der beiden Stuttgarter Zeitungen verfolge das Bundesfinanzministerium bislang keine solchen Pläne, weil es den Entscheidungen einer neuen Koalition nicht vorgreifen wolle.