Dumme Idee:  Wegen Drogen Angeklagter raucht Joint vor Gericht – Wenn es eine Art von Menschen gibt, denen man tunlichst nicht dumm kommen sollte, sind das Richter. Vor allem, wenn man selbst vor den Kadi gezerrt wurde und vom Wohlwollen der Person auf dem Richterstuhl die eigene Freiheit oder Geldbörse abhängen. Umso verblüffender, wenn man dann ein Video wie dieses erlebt. Denn was der junge Mann in diesem Video versuchte, fand nicht den ersehnten Anklang vor Gericht …

Spencer Boston musste wegen Drogenbesitzes vor dem allgemeinen Sitzungsgericht in Lebanon, Tennessee (USA) erscheinen. Der 20-Jährige wählte ausgerechnet den Moment, als er vor Richter Haywood Barry stand, sich für die Legalisierung von Marihuana auf ebenso einmalige wie einmalig kurzsichtige Weise einzusetzen:

Er zündete sich einen Joint an, während er eine kleine Rede zu dem Thema hielt

Das brachte Spencer Boston nicht nur eine Entfernung aus dem Gerichtssaal ein, sondern zudem eine zweite Anzeige wegen Drogenbesitzes. Später sollte Wilson County Sheriff Robert Bryan einer Lokalzeitung erzählen, dass dies „eine der verrücktesten Sachen war, die ich je in meinem Leben erlebt habe.“

Dem Gesetzeshüter zufolge sei der gesamte Gerichtssaal in schallendes Gelächter ausgebrochen. Aus Gerichtsdokumenten geht hervor, dass Boston wegen ordnungswidrigen Verhaltens und einer zweiten Anklage wegen einfachen Besitzes von Marihuana, das im Staat als Droge aus der Liste verbotener Betäubungsmittel eingestuft wird, angeklagt wird.

Zudem brachte ihm die Aktion zehn Tage im Gefängnis wegen Missachtung des Gerichts sowie ein Bußgeld von 3000 US-Dollar ein. Der Besitz von Marihuana wird in Tennessee nach wie vor sehr streng geahndet.

Quelle: unilad.co.uk