Jeder sollte ein Laster haben. Das sagt man so, nur sind Dinge wie das Rauchen oder Alkohol halt gesundheitsschädlich, zumindest im Übermaß. Das hat wieder zehntausende Todesopfer in Deutschland gefordert. Doch es gibt Hoffnung, aber der Reihe nach. Laut dem Drogen- und Suchtbericht 2015, der von der Bundesregierung kürzlich veröffentlicht wurde, fanden Zehntausende den Tod durch das Rauchen.

Aber auch Hunderttausende mussten wegen des Missbrauchs von Alkohol sowie illegalen Drogen klinisch behandelt werden. Vor allem der Alkoholmissbrauch bleibt ein Kernproblem und war sogar der zweithäufigste Grund für einen Klinikaufenthalt 2013. Weiter heißt es in dem Bericht, dass jeder vierte Deutsche, das sind 24,5 Prozent, regelmäßig zur Zigarette greift. Laut der Bundesregierung bleibt somit der Tabakkonsum das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland.

Doch es gibt auch eine Positiventwicklung in Bezug auf das Rauchen, denn Kinder und Jugendliche greifen immer weniger zur Zigarette. Ebenso wurden 2014 weniger Minderjährige mit einer Alkoholvergiftung in Krankenhäuser eingeliefert. Eine gute Entwicklung, wenn man sich an den Trend des Komasaufens erinnert. Auf der anderen Seite steigt der Griff nach den E-Zigaretten. Jeder fünfte Jugendliche hat laut dem Bericht bereits an einer E-Shisha gezogen. Insgesamt sei die Zahl der Drogentoten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Vor allem der Griff zu illegalen Rauschmitteln steigt, aktuell vor allem nach hochgefährlichen synthetischen Drogen wie Crystal Meth oder Legal Highs.

Auch in Bezug auf Cannabis äußerte sich die Regierung im Bericht, wo demnach 600.000, meist Jugendliche, Probleme aufgrund ihres Cannabiskonsums haben. Zwischen 2007 und 2013 stieg die Zahl der Betroffenen auf 31 Prozent an. Natürlich darf sich jeder Mensch ein Laster leisten, aber es sollte doch eines sein, was weder einen selbst noch andere gefährdet. Deshalb erinnern wir uns doch alle an den in den 90er Jahren großgewordenen Slogan: „Keine Macht den Drogen!“