Kennt ihr das? Weil euer Arzt und eure Frau nicht aufhören zu quengeln, habt ihr damit angefangen auch die grüne Deko auf dem Teller zu essen, verzichtet auf Fast Food und achtet stattdessen darauf, möglichst kalorienarme Mahlzeiten zu euch zu nehmen. Doch euren Pfunden scheint das egal zu sein! Stoisch wie Hausbesetzer sitzen sie den Vitaminbeschuss einfach aus, egal wie sehr ihr euch auch bemüht. Sind Diäten also sinnlos? Nein, denn es kommt darauf an, wann ihr esst!

Wie Wissenschaftler des UT Southwestern Medical Center kürzlich festgestellt haben, kann der Verzehr von Essen außerhalb der aktiven Stunden des Tages dazu führen, dass wir trotz gesunder Ernährung zunehmen.

Dies geht aus Tests mit Mäusen hervor, denen man zu Untersuchungszwecken eine kalorienreduzierte Nahrungsaufnahme verordnet hatte. In zwei Gruppen aufgeteilt, erhielt ein Teil der Nager ihr Futter am Tag, die anderen durften erst spät in der Nacht essen. Und wie sich zeigte, sind Diäten nur dann wirksam, wenn wir uns die Kalorien zu einem Zeitpunkt reinflöten, an dem wir wach und fit sind. Das Essen am Tag führte bei den entsprechenden Mäusen zu einer erhöhten Aktivität und resultierte in einem deutlich größeren Gewichtsverlust im Vergleich zu den schläfrigen Nachtessern.

Ein Blick in den Hormonspiegel

Ein Körper, der mit Verdauung beschäftigt ist, kommt bekanntlich nur schwerlich zur Ruhe. Eine gute Nachtruhe ist laut den Experten jedoch essentiell für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden, und kann unter guten Bedingungen eine Diät begünstigen. Schlafmangel wiederum hat die blöde Angewohnheit sich negativ auf unsere Beziehungen, unsere Arbeit und unser Energieniveau auszuwirken, was uns launisch, gereizt, hungrig und müde reagieren lässt.

Im wahrsten Sinne des Wortes „erschwerend“ kommt hinzu, dass Schlafprobleme den Wert von „Ghrelin“ in unserem Hormonspiegel verändern. Dabei handelt es sich um ein Hormon, welches seinem Job in unserem Magen nachgeht und für den Appetit auf kohlenhydrathaltige und zuckerhaltige Speisen zuständig ist. Ihr erkennt das Problem?! Doch das war noch nicht alles.

Gleichzeitig sinkt nämlich die Menge an „Leptin“, quasi das Engelchen auf unserer Schulter, welches uns ins Ohr flüstert, dass wir satt sind. Dadurch haben wir ständig das Gefühl, hungrig zu sein. Ein Effekt, den Schichtarbeiter nur zu gut kennen, die statistisch gesehen entsprechend häufig Probleme haben, ein gesundes Körpergewicht aufrechtzuerhalten.

Eine ältere Studie bestätigt die Ergebnisse. Seinerzeit hatte man festgestellt, dass Menschen ohne Schlafprobleme während einer Diät ganze 56 Prozent mehr an Fett verlieren. Leute mit Schlafmangel verloren zwar genauso viel Gewicht, allerdings wurde nicht Fett abgebaut, sondern Muskelmasse. Und ab geht die fröhliche Fahrt in der Abwärtsspirale! Huuuuuuiiiii …

Quelle: heilpraxisnet.de