Vielschicker wie Briefliebhaber oder eBay-Dauerverkäufer sollten jetzt ganz, ganz stark sein: Die Deutsche Post will das Porto für Briefe und Pakete 2014 noch einmal erhöhen. Erst zu Beginn des Jahres war das Porto von 55 auf 58 Eurocent erhöht worden. Wir alle erinnern uns an die niedlichen 3-Cent-Marken, die wir uns anschließend beim nächstgelegenen Postamt kaufen durften. Bei der Bundesnetzagentur beantragte man nun eine Erhöhung der Preise um weitere zwei Cent auf 60 Cent.

Damit möchte man die Preise für Briefversand an die „gestiegenen Kosten in einem schwierigen Marktumfeld anzupassen“ heißt es in der Begründung der Deutschen Post. Bereits die vorige Preiserhöhungsmaßnahme brachte dem Unternehmen nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro Mehreinnahmen. Die Bundesnetzagentur hat zwei Wochen Zeit, über den Antrag zu entscheiden. Bei der Deutschen Post sei man sich jedoch sicher, „dass die Behörde die Preiserhöhung genehmigen wird".

Auch der Versand von Päckchen und Paketen soll im nächsten Jahr teurer werden. Ein Zuschlag von 9 Cent sei hier geplant. Ausgenommen sind hiervon Päckchen, die über Filialen der Deutschen Post eingeliefert werden. Dort bleibt es bei den bisherigen 4,10 Euro. Eine Preisänderung bei internationalen Paketprodukten ist jedoch denkbar. Für weiter entfernte Ziele soll der Preis im Durchschnitt um 1 bis 2 Euro ansteigen. Anders als bei Briefen unterliegen Päckchen- und Paketpreise nicht der Kontrolle der Bundesnetzagentur.

Die Deutsche Post steckt im Zugzwang, denn Briefe werden heutzutage immer mehr eine Seltenheit. Schuld daran ist natürlich die neue Technik in Form von E-Mails. Aber das ist ja alles noch Neuland …

Foto: © Jennifer Zumbusch / Deutsche Post