Es ist jedes Jahr das Gleiche: Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird die Deutsche Bahn wieder ihre Fahrpreise erhöhen. Dabei werden Normalfahrkarten im Fernverkehr um bis zu 2,5 Prozent teurer, während Fahrpreise im Nahverkehr sogar um 2,9 Prozent erhöht werden.

Auf der wichtigen Strecke von Berlin nach Köln und Düsseldorf bleiben die Preise konstant, da dort seit Monaten Hochwasser herrscht, welches für Umleitungen und damit verbundene längere Fahrzeiten sorgt. Auch die Sparpreis-Tickets, mit denen man an gewisse Züge gebunden ist, werden im Preis nicht erhöht. Circa ein Viertel aller Fernverkehrskunden nutzt dieses Angebot bereits.

Der Fahrgastverband Pro Bahn sowie der Verkehrsclub Deutschland halten die Erhöhungen für unnachvollziehbar, habe sich der Service im Fernverkehr doch schlicht nicht gebessert. Ebenfalls ließen Reinigung und Verspätungen zu wünschen übrig. "Wir sind aber erleichtert, dass es in diesem Sinne einige Ausnahmen von der Erhöhung gibt, etwa bei Pendlern, ermäßigten Bahncards und hochwassergeschädigten Fahrgästen", meint Gerd Aschoff, stellvertretender Verbandsvorsitzender bei Pro Bahn.

Den Gewinn konnte die Deutsche Bahn 2012 aufgrund kräftiger Passagierzuwächse mehr als verdoppeln. Seit einigen Jahren steigen die Ticketpreise stärker als die Inflationsrate. Gleiches gilt für dieses Jahr.

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