Das Weihnachtsfest naht - und nicht selten finden sich auch Werkzeuge auf dem Gabentisch. Als klassisches Männergeschenk handelt es sich dabei fast immer um eine gute Wahl. Beim Kauf sollte allerdings einiges beachtet werden: Handelt es sich um den ersten Werkzeugkoffer, ist eine sorgfältige Auswahl besonders wichtig. Alles was jetzt fehlt, wird beim nächsten Do-it-Yourself-Projekt schmerzlich vermisst. Nicht jede im Handel erhältliche Zusammenstellung ist dabei sinnvoll. Worauf sollte geachtet werden?

Beim Werkzeugkauf zahlt sich Qualität aus
Viele Koffer werden mit vielen Einzelteilen beworben und suggerieren damit ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Einer näheren Betrachtung halten diese Werbeversprechen nicht stand; um auf die "Stückzahl" zu kommen, werden Bits, Schrauben und gar Dübel häufig mitgezählt. Vor allem Letztere sind als nette Dreingabe durchaus nett, sollten die Kaufentscheidung aber nicht beeinflussen. Beim Werkzeugkauf gilt: Qualität vor Quantität. Während gutes Werkzeug ein Handwerkerleben problemlos überstehen kann, wird minderwertiges Arbeitsgerät oft nach dem ersten Einsatz ausgemustert. Leider ist es für den Laien nicht einfach, die Wertigkeit eines Werkzeugs vor dem ersten Einsatz zu beurteilen. In einem Online-Shop fällt die Bewertung aufgrund der fehlenden Haptik umso schwerer. Aus diesem Grund sollten sich Werkzeug-Interessenten vor dem Kauf auf Portalen wie werkzeugkoffer.net informieren, um Fehlkäufe zu verhindern.

Qual der Wahl: Hammerstil aus Holz oder Metall?
Zur Grundausstattung gehört natürlich ein Hammer. Dabei muss es kein Sortiment sein, eine mittlere Größe um 300 bis 400 Gramm ist vollkommen ausreichend. Ob ein Modell mit Holz- oder Metallstil gewählt wird, spielt keine Rolle und obliegt den Vorlieben des Nutzers. Beim Zollstock sollte hingegen tatsächlich auf ein Modell aus Holz zurückgegriffen werden. Maßbänder aus Metall können sich im Laufe der Jahre verziehen und sich dann nicht mehr maßhaltig.

Schraubenschlüssel mit durch Umschaltknarre ergänzen
Bei den Schraubenschlüsseln reicht ein Satz, der die Schlüsselweiten von 6 bis 22 mm abdeckt. Dabei sollte die Kombination Ring/Gabel gewählt werden, sodass der Heimwerker flexibel bleibt. Ringschlüssel sind feiner verzahnt und schonender für den Schraubenkopf, Maulschlüssel erlauben das Arbeiten auch an schwer erreichbaren Stellen. Wer eine Schraube mit Mutter löst, benötigt natürlich zweimal dieselbe Schlüsselweite zum Gegenhalten. Dafür ist eine Umschaltknarre mit Steckschlüsseleinsätzen empfehlenswert. Üblich sind dabei die Größen 1/4", 3/8" und 1/2". Wer ein größeres Sortiment benötigt, setzt dabei auf die kleine und mittlere Größe, um mit zwei Umschaltknarren den gesamten Größenbereich abzudecken. Alternativ kann auch das mittlere Format verwendet werden, wobei für die 3/8"-Knarre in der Regel nur Stecknüsse von 8 bis 19 mm verfügbar sind - was in der Praxis zumeist genügen dürfte.

Kreuz- und Schlitzschraubendreher in mittleren Größen
Schraubendreher sollten als Kreuz- und Schlitzausführung in jeweils zwei bis drei mittleren Größen enthalten sein. Große Schraubendreher werden vor allem im Kfz-Bereich verwendet, besonders kleine in der Feinmechanik. Bei einem solchen Einsatzzweck muss der Werkzeugkoffer erweitert werden. Sinnvoll ist auch für den Anfang ein Stromprüfer, mit dem sich die feststellen lässt, ob eine Leitung spannungsfrei ist. Dabei passt die Breite der Klinge in der Regel ideal zu den Schrauben in Lüsterklemmen, wie sie in der Hauselektrik verwendet werden.

Kombi- und Wasserpumpenzange genügen für den Anfang
Das Thema Zangen ist ein weites Feld, welches hier in aller Kürze behandelt wird: Für universelle Anwendungen ist eine Kombizange mittleren Formats empfehlenswert, die - wie der Name bereits sagt - verschiedene Funktionen vereint. Neben der Möglichkeit zu greifen ist auch ein Seitenschneider integriert. Letzterer wird benötigt, um Kabel oder Draht zu kürzen. Ebenso universell ist eine Wasserpumpenzange. Der Kauf von Spitz-, Kneif-, oder Abisolierzangen ist nur bei entsprechenden Einsatzfeldern notwendig; im normalen Hausgebrauch kann darauf meist verzichtet werden. Mit einer kleinen Handsäge für Metall und Holz sowie einem Cuttermesser kann der Werkzeugkoffer komplettiert werden - und die nächste Heimwerker-Aufgabe kann kommen.