Der Feuerdrache des Zweiten Weltkriegs: Terror-Waffe „Churchill Crocodile“ – Mit dem Ersten Weltkrieg erlebte die Menschheit einen beispiellosen Quantensprung des Schreckens: Unzählige „Innovationen“ wie Maschinengewehre, Panzer, Senfgas oder Luftkrieg forderten neben den politischen Faktoren dieser Zeit mehr Leben als je ein Konflikt zuvor. Der Zweite Weltkrieg sah die Geburt von Waffen, die auf den Erkenntnissen des Großen Krieges aufbauten. Besonders gefürchtet: ein britischer Flammpanzer, der „Churchill Crocodile“.

Es mag verwundern, doch eine der am meisten gefürchteten Waffen rollte nicht im Arsenal der Achsen-Kriegsmaschinerie: Immer, wenn von den schrecklichsten Panzern des Zweiten Weltkriegs die Rede ist, fallen Namen deutscher Kampfwagen wie „Tiger“, „Panther“ oder „Hetzer“. Auf Basis eines erprobten Streitrosses der britischen Kriegsmaschinerie war es jedoch der spätere „Crocodile“, der sich einen Ruf des Schreckens unter den Soldaten der deutschen Wehrmacht verschaffen konnte.

Guter Allrounder

Die Grundversion des Churchill war nicht schnell, aber mehr als verlässlich und konnte in einigen Geländetypen eingesetzt werden, die kurzen Prozess mit einigen schwereren, aber untermotorisierten deutschen Varianten machten. Auch sein Hauptgeschütz war geeignet, dem meisten im Fuhrpark des Feindes zumindest Respekt abzutrotzen. Der Churchill an sich war ein ernstzunehmender Gegner – doch es sollten die Entscheidungen eines Generals namens Hobart sein, die den Panzer zur Angstwaffe machten.

Mit den Fragestellungen des D-Day und des Angriffs auf den Hafen Dieppe konfrontiert, mit dem die Alliierten erproben wollten, inwieweit amphibische Angriffe erfolgversprechend sein mochten, mussten Panzer vielseitiger werden und zugleich der Infanterie Deckung geben. Es war die Entscheidung von General Hobart, den Churchill als Fahrzeug für Kämpfe auf kürzere Distanz und mit einem Arsenal zum Kampf gegen Bunker umrüsten zu lassen.

Der Atem des Drachen

Seine Lösung: Ein starker Flammenwerfer wurde an der Front des Panzers montiert, um feindliche Stellungen mit Lanzen aus Brennstoff zu fluten und zugleich eine Terrorwaffe zu konzipieren, die gegnerische Infanterie ohne Unterstand zerstreuen würde. Das „Krokodil“ war geboren, der Churchill „Crocodile“. Dieses Video zeigt Archivbilder und erläutert seinen Einsatz. Ein Drache aus Stahl, der eine Schneise aus verkohlter Verwüstung schnitt, wo immer er auftauchte.