Das könnte teuer werden: Telefonstreich von Jugendlichen löst Großeinsatz aus – Es ist keine Frage, dass man mit 15 Jahren so einige Flausen im Kopf hat. Was sich ein Teenager aus Frankfurt geleistet hat, geht aber weit über den üblichen Blödsinn hinaus, der Kids in diesem Alter zuzugestehen ist. Offenbar aus Spaß hatte der Bursche nämlich bei der Polizei angerufen, um eine frei erfundene Messerattacke zu melden, und damit einen Großeinsatz ausgelöst.

Der Polizei zufolge hatte der Jugendliche den Notruf gegen 19.35 Uhr gewählt und dabei zunächst von einem lauten Streit unter Nachbarn berichtet.

Ein Polizeisprecher erklärte später: „Auf Grund anderer Einsatzlagen konnten hierzu zunächst keine Revierkräfte entsandt werden.“

Mit diesem Ergebnis scheinbar unzufrieden, rief der Junge gegen 20.05 Uhr abermals bei der Polizei an, nur um diesmal zu behaupten, dass auf der Straße eine Person mit einem Messer im Rücken läge und der Täter mit einer Schusswaffe auf der Flucht sei.

Auch eine genaue Beschreibung des Flüchtigen hatte der 15-Jährige parat.

Natürlich reagierte die Polizei diesmal sofort und schickte alle verfügbaren Beamten zum angeblichen Tatort. Dort stellte sich allerdings heraus, dass es sich – glücklicherweise – nur um einen Fehlalarm gehandelt hatte. Beamten fiel jedoch ein jugendlicher Gaffer auf, welcher auffällig der Täterbeschreibung entsprach.

Kurioserweise handelte es sich dabei um den Anrufer selbst.

Die Polizei nahm den vermeintlichen Scherzkeks fest und gab zu Protokoll, dass dieser sich wohl „vor Ort von der Wirkung seines Anrufes überzeugen wollte“.

Während der Einsatz lief, rief eine Nachbarin die Mutter des Jungen an. Diese kam sofort zum Ort des Geschehens und erlitt im Angesicht dessen, was ihr Sohn angerichtet hatte, vor Ort einen Schwächeanfall.

Das Ende vom Lied: Die Mutter musste in eine Klinik und der 15-Jährige sich nun wegen Missbrauchs von Notrufeinrichtungen und Vortäuschens einer Straftat verantworten.

Darüber hinaus wird geprüft, ob die Ermittler dem Witzbold die Kosten für den Einsatz in Rechnung stellen können.

Quelle: bild.de