Blutige Knetmasse: Der D-Day in Claymation – Die Knetanimation, oder englisch „Claymation“, fristet in der Medienlandschaft ein Nischendasein. Kein Wunder, ist der Aufwand bei der Erstellung von Filmen mit Figuren aus Ton oder Knetgummi doch vergleichsweise aufwendig.

Obschon die ersten Knetanimationselemente bereits 1908 in „A Sculptor’s Welsh Rabbit Dream“ zum Einsatz kamen, wurde Claymation bis in die 90er Jahre hinein fast ausschließlich in Kurzfilmen fürs Fernsehen verwendet.

Hierzulande wird sich der eine oder andere beispielhaft vielleicht noch an die „Die Wilden Männer“ in der Sendung „Kli-Kla-Klawitter“ oder die beiden Knetfiguren in der ansonsten als Realfilm produzierten Serie „Luzie, der Schrecken der Straße“ erinnern.

Als dann aber schließlich neue Techniken aufkamen, wurden auch längere und komplexere Filme möglich. Als popkulturell wohl wichtigste Vertreter gelten hier sicherlich die „Wallace & Gromit“-Streifen sowie die Serie „Shaun das Schaf“.

Nicht zu vergessen natürlich die legendäre MTV-Blutorgie „Celebrity Deathmatch“, in der realen Personen aus der Medienlandschaft nachempfundene Knetfiguren in einem Wrestling-Todesmatch gegeneinander antraten.

Während sich Knetanimation im Fernsehen dieser Tage eher rar macht, lebt die Szene auf YouTube weiter. Weit vorne dabei sind die „Twin Tales“, deren Werke trotz der vermeintlich niedlichen Figuren beileibe nichts für Kinder sind.

Ein gutes Beispiel dafür ist der folgende Kurzfilm, welcher eine Knetmassen-Version des berühmten D-Days inszeniert, der am 6. Juni 1944 das Ende des Zweiten Weltkrieges einläuten sollte.

Quelle: wikipedia.org