Corona-Pandemie: Erstes Bundesland erhöht Inzidenz-Bremse auf 200 – Die Abmachung unter den Ministerpräsidenten anlässlich des letzten Corona-Gipfels war eigentlich klar: Ab einem Inzidenz-Schwellenwert von 100 sollen die jüngst erfolgten Lockerungen zurückgenommen werden. Doch kaum haben die ersten Geschäfte wieder geöffnet, schert ein Bundesland bereits aus und legt eine eigene Inzidenz-Bremse fest.

Im Rahmen des neuen Verordnungskataloges kündigte das Land Brandenburg nicht nur die Öffnung von Baumärkten und das nun mögliche Angebot von Terminshopping im Einzelhandel an, sondern auch, die Notbremse erst bei einer Inzidenz von 200 ziehen zu wollen.

„Übersteigt die 7-Tage-Inzidenz für mindestens drei Tage in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt den Wert von 200, werden wieder schärfere Kontaktbeschränkungen und Maßnahmen festgesetzt.“

Ursprünglich waren sich die Minister auf dem Corona-Gipfel einig gewesen, dass bereits bei einer Überschreitung einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 „ab dem zweiten darauffolgenden Werktag“ wieder die zuvor gültigen Lockdown-Regeln in Kraft treten sollten. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach reagierte entsprechend ungehalten und machte seiner Empörung auf Twitter Luft.

„Wenn das alle Bundesländer machen wird es schwere 3. Welle geben und dann langen Lockdown.“

Zur Corona-Lage in Brandenburg zeigt sich die Landesregierung in der Pressemitteilung optimistisch. Die Zahl der Neuinfektionen sei in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Aktuell läge die Sieben-Tages-Inzidenz bei 62,8. Vier Wochen zuvor betrug dieser Wert noch 97,3.

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Quelle: spiegel.de