Corona-Krise: Strengere Regeln für Reiserückkehrer geplant – Einfach mal Urlaub machen und sich so gut es geht eine Auszeit nehmen während der Corona-Pandemie. Ein Ziel, das sich viele Bundesbürger setzen. Allerdings soll das Reisen ins Ausland künftig wieder mit etwas mehr Stress verbunden sein. Denn offenbar plant das Bundesgesundheitsministerium, die Testpflicht für Reiserückkehrer wieder zu verschärfen.

Dies wurde nun durch eine Zeitung der „Funke Mediengruppe“ bekannt. Demnach will der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn (CDU) alle Urlauber dazu verpflichten, einen negativen Coronatest vorzulegen, sobald sie wieder nach Deutschland einreisen. Hierbei sei es egal, aus welchem Gebiet oder mit welchen Verkehrsmitteln sie wieder nach Deutschland zurückkehrten.

Schnellstmögliche Ausweitung der Testpflicht

Zurzeit müssen sich nur Flugpassagiere sowie Einreisende aus Hochrisikogebieten testen lassen, wenn sie nicht vollständig geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind. Dem Bericht zufolge will das Gesundheitsministerium jetzt aber „eine schnellstmögliche Ausweitung der Testpflichten bei Einreise.“

Eine Sprecherin des Ministeriums sagte diesbezüglich, dass man derzeit in der Regierung darüber abstimmen würde. Allerdings bekommt Jens Spahn für seine Absichten auch Gegenwind, insbesondere von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD). Laut Lambrecht sei eine umfassende Testpflicht unverhältnismäßig.

Wachsende Zahl an Neuinfektionen im Ausland

Am heutigen Dienstag will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gemeinsam mit den CDU-Ministerpräsidenten darüber beraten, wie man mit den Urlaubern und Reiserückkehrern künftig verfährt. Denn die wachsende Zahl an Neuinfektionen im Ausland bereitet den Beteiligten große Sorgen. Daher wollen sie die Grenzwerte für Coronabeschränkungen neu festlegen.

Quelle: spiegel.de