Corona-Krise: Erstes Bundesland schafft Impfpriorität ab – Wie Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping nach einer Kabinettssitzung in Dresden ankündigte, sollen sich im Vogtland in Kürze alle Einwohner ab 18 Jahren, ungeachtet der von Bund und Länder vorgegebenen Impfpriorität, impfen lassen können. Grund hierfür sind die hohen Infektionszahlen im Landkreis.

Am Dienstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Robert-Koch-Institutes dort bei besorgniserregenden 251,3. Köpping bat jedoch darum, zunächst noch Ruhe zu bewahren und nicht kopflos loszustürmen. Die Umsetzung der Maßnahmen benötige ein paar Tage Zeit.

Gesundheitsminister Jens Spahn hat den Plänen der sächsischen Landesregierung mittlerweile grünes Licht erteilt und mit Ministerpräsident Michael Kretschmer vereinbart, dass im Grenz-Landkreis Vogtland ein „Schutzriegel“ durch Impfungen möglich sei. Dadurch soll verhindert werden, dass Infektionen ins Landesinnere getragen werden.

Darüber hinaus sollen in Sachsen ab kommenden Montag die ersten über 65-Jährigen den Impfstoff aus dem Hause AstraZeneca erhalten. Aktuell läge die Kapazität aller Impfzentren in Sachsen laut Köpping bei 13.000 Impfdosen pro Tag. Diese soll zunächst auf 20.000 erhöht werden. Hinzu kämen die Impfungen seitens der Hausärzte.

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Quelle: welt.de