Es ist noch gar nicht so lange her, da galt Rauchen noch als Zeichen der Auflehnung, als rebellisch und cool. Heutzutage hat sich diese Ansicht glücklicherweise geändert, was sich vor allem darin äußert, dass immer weniger Jugendlichen zum Glimmstängel greifen. Dafür ist wiederum eine andere Droge so beliebt wie lange nicht mehr: Cannabis!

Seit zehn Jahren waren die Zahlen in Sachen Marihuana-Konsum rückläufig. Einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nach scheint sich dieser Abwärtstrend jedoch wieder umzukehren. Bei den 18- bis 25-Jährigen haben im letzten Jahr 37 Prozent bundesweit mindestens einmal im Leben Cannabis ausprobiert. Bei den 12- bis 17-Jährigen waren es zehn Prozent.

Marlene Mortler, ihres Zeichens Bundesdrogenbeauftragte führt den Anstieg darauf zurück, dass die Gefahren der Droge kleingeredet werden, und warnt:
„Die Weltgesundheitsorganisation hat zuletzt erneut dargelegt, dass ein regelmäßiger Cannabiskonsum gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu einem Rückzug aus dem alltäglichen Leben führen, aber auch Depressionen, Psychosen und Wahnvorstellungen auslösen kann.“

In der anderen Ringecke stehen die Befürworter einer Legalisierung von Cannabis und verweisen auf die anhand einer Vielzahl an Studien nachgewiesenen positiven Eigenschaften der Pflanzen. Experten gehen zudem davon aus, dass mit einer Entkriminalisierung der Droge auch das Interesse der Jugend am Konsum sinken würde, doch das sind natürlich lediglich Spekulationen.

Die Debatte bleibt auf jeden Fall spannend!