Manch einer behauptet, durch die berauschende Wirkung von Cannabis künstlerisch-kreative Höhen zu erleben. Wer sich jedoch im Studium bekifft, tut sich und seiner Studienleistung keinesfalls was Gutes. Jetzt fand eine Untersuchung unter Studenten heraus: Cannabis-Konsum sorgt für schlechte Noten, und zwar besonders in Fächern mit Mathematik-Anteil.

Doch wo wurde diese Studie wohl erstellt? Klar! In Holland, und zwar an der Universität Maastricht. Die Wissenschaftler arbeiteten zusammen mit Kollegen aus Bonn und untersuchten Daten von insgesamt 54.000 Maastrichter Studenten, die aus den unterschiedlichsten Ländern stammten. 2011 war an der Universität zeitweise der Cannabis-Verkauf an Touristen komplett verboten worden. Die Wissenschaftler verglichen daher die Leistungsdaten vor und nach dem Verbot. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Studenten nach dem Verbot nachweislich bessere Noten erreichten.

Die Chance, eine Prüfung zu bestehen, erhöhte sich in dieser Zeit unter allen Studenten um ganze fünf Prozent. Studenten, die vorher schlechte Leistungen erbrachten, konnten ihre Chance auf Erfolg sogar um 7,6 Prozent erhöhen. Ganz erheblich wird das Ergebnis aber bei den Fächern mit mathematischem Anteil. Hier scheint sich der Cannabis-Konsum am meisten zu rächen. Blickt man nämlich auf diesen Fächertyp, so erhöhte sich die Erfolgsrate teilweise um das Fünffache.