Viele Kritiker haben bekanntlich bedenken, dass wenn Marihuana als Arzneimittel legalisiert würde, gleichzeitig der Konsum steige. Doch diese Befürchtung widerlegt nun eine US-Studie. Dafür hatten Wissenschaftler von der Columbia-Universität in New York Millionen von Daten ausgewertet, die von Jugendlichen aus 48 US-Staaten und aus einem Zeitraum von 1991 bis 2014 stammen.

Dabei ging hervor, dass der Konsum von Cannabis als Arznei nicht dazu führe, dass mehr gekifft würde. Dies gilt für alle Gruppen, egal nach welcher Bildung, Herkunft, Geschlecht oder Hautfarbe man gehe – nirgendwo war eine Zunahme des Konsums zu erkennen.

Das ist natürlich insbesondere für die Kritiker ein Schuss vor den Bug. Seit den 90er Jahren nimmt in den USA die Legalisierung von Marihuana als Arzneimittel in immer mehr Bundesstaaten zu. Genau dosiert wird das Mittel gegen Übelkeit oder auch als Krampflöser und zur Schmerzlinderung eingesetzt. Vor allem aber bei Menschen mit chronischen Schmerzen. In Deutschland gibt es bis dato nur ein Medikament, dessen Basis auf Cannabis beruht. Jedoch werden die Stimmen für eine Legalisierung hierzulande immer lauter.