Denkt man an den durchschnittlichen Kiffer, beginnt bei vielen sicherlich sofort ein kleiner Comiczeichner im Kopf, ein Stereotyp zu kritzeln, welches den gängigen Vorteilen entspricht. Aber fußen derlei verallgemeinerte Vorstellungen auch auf realen Tatsachen, oder haben wir es dabei bloß mit veralteten Klischees zu tun?  Eine Studie aus Amerika ist dieser Frage auf den Grund gegangen.

Die Tatsache, dass in US-Bundesstaaten wie Colorado, Oregon, Washington und Alaska der Konsum von Cannabis mittlerweile legal ist, macht eine entsprechende Datenerhebung natürlich deutlich einfacher. Feldforschung in freier Wildbahn quasi. Immerhin ist der Absatz von Cannabis seither um ganze 232 Prozent angestiegen!

Laut den Zahlen der Beratungsfirma „Headset“, die für die Studie verantwortlich zeichnet, besteht der Konsumentenkreis mit zwei Dritteln größtenteils aus Männern. Die meisten Kiffer sind dabei zwischen 25 bis 29 Jahre alt (20 Prozent). Mit 16 Prozent sind zudem auch die 21- bis 24-Jährigen ganz gut dabei, allerdings dicht gefolgt von den 30- bis 34-Jährigen (15 Prozent). Ab dann geht es mit der Lust auf THC konsequent bergab. Die Altersgruppe der 70 bis 74-Jährigen stellt bloß noch verschwindende 0,8 Prozent der Kundschaft, ab 80 kauft so gut wie keiner mehr.

Die Spanne dessen, was den Käufern ihr Gras wert ist, ist enorm. Mit 57 Prozent investiert mehr als die Hälfte der Käufer auf das Jahr gerechnet 500 Dollar in Cannabis, während jeder Zehnte in diesem Zeitraum sogar für 2.500 Dollar einkauft.

Im Schnitt sind Frauen seltener im Cannabis-Shop, lassen pro Besuch mit 35 Dollar aber zwei Dollar mehr dort als die Männer. Außerdem bevorzugen die Damen vorgerollte Joints sowie Gras-Schokolade und Hasch-Cookies, während Kerle eher zur reinen Pflanze greifen. Trotz der Vielfalt an mit THC versetzten Produkten wie Lollis und Kaugummis stellt diese altersübergreifend auch das beliebteste Segment bei Käufern dar.

Quelle: welt.de