So wie es aussieht, kommt allmählich auch von gesetzlicher Seite etwas Bewegung in die ewige Debatte ums Cannabis. Zumindest, wenn es um chronische Schmerzpatienten geht, denen der Eigenbau trotz der bestätigten Wirksamkeit von Hanf durch das Betäubungsmittelgesetz untersagt ist. Um Betroffenen den Zugang nun zu erleichtern, plant die Bundesregierung den Aufbau einer staatlichen Cannabis-Agentur.

So bestätigte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass besagte Agentur für den Cannabis-Anbau in Deutschland sowie die Einfuhr zuständig sein soll, um im nächsten Schritt schwerwiegend und chronisch erkrankte Patienten versorgen zu können.

Der entsprechende Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) ist bereits auf dem Weg und durchläuft derzeit das sogenannte Notifizierungsverfahren in der EU. In gut drei Monaten wird er dann dem Kabinett vorgelegt.

Wenn alles gut läuft, dann könnten damit zukünftig sogar die Krankenkassen in begründeten Fällen die Kosten für das medizinische Cannabis erstatten.