Kanada ist seit kurzem die einzige Industrienation der Welt, die Cannabis legalisiert hat. Bereits jetzt zeichnet sich ab: Den spezialisierten Geschäften für den Verkauf des Stoffes gehen die Vorräte aus. So mussten die Kunden sich nicht nur mit langen Warteschlangen voller ausgelassener Cannabis-Feiernder auseinandersetzen, sondern auch mit einer Knappheit, weil nahezu das ganze Land die Legalisierung begeht.

Manche Kunden standen bis zu sieben Stunden an, um Cannabis zur Erholung zu ergattern – nur, um mit leeren Händen und durchgefroren nach Hause gehen zu müssen. Denn in den Provinzen Neufundland und Saskatchewan sowie in den arktischen Gebieten Kanadas war wohl zwischenzeitlich kein Gramm Gras mehr zu bekommen. Unter anderem lag dies daran, dass auch Kunden Cannabis ausprobieren wollten, die sonst immer davon Abstand nahmen.

Grasnebel über den Straßen

Am 17. Oktober 2018 trat das als „Cannabis Act“ bezeichnete Gesetz in Kraft. Da das Land so groß ist, erfolgte die Legalisierung in Wellen nach Zeitzonen. Zuerst in Neufundland, das ganz im Osten liegt, wo sich schnell eine Festival-Atmosphäre breitmachte, als ganze Straßenzüge von Cannabis-Qualm vernebelt waren. Nach und nach wurde es auch in den anderen Zeitzonen des Landes Mitternacht – und das Gesetz trat in Kraft.

Man darf gespannt sein, inwiefern andere Industrienationen dem kanadischen Vorbild folgen und was die langfristigen Auswirkungen der Legalisierung sein werden.

Quelle: ladbible.com