Von Staatsdienern dürften die meisten gehört haben, aber von „Staatsdealern“? Wer schon immer mit einer Karriere als Drogenverkäufer geliebäugelt hat, aber vor den juristischen und moralischen Konsequenzen zurückgeschreckt ist, für den haben wir vielleicht gute Neuigkeiten. Oder besser gesagt, nicht wir: denn bei MANN.TV haben wir es nicht so mit dem Dealen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte (BfArM) hingegen umso mehr. Denn das sucht in einem Jobangebot nach ganz speziellen Fachkräften. Oder in Kürze: nach Drogenverkaufsexperten.

Dass sich der Wind in Sachen medizinisches Cannabis hierzulande gedreht hat, und es ab dem ersten März möglich sein wird, als Schwerkranker die Droge auf Rezept mit Erstattung zu bekommen, sollte euch ja nicht entgangen sein. Und eben dafür sucht das BfArM nun drei entsprechende Fachkräfte (Wissenschaftler), die sich mit dem Thema befassen, wie der Schmerz- und Stressstiller am besten unter die Leute zu bringen ist. Dazu hat das Bundesinstitut extra eine eigene Cannabis-Agentur ins Leben gerufen, die sich, so heißt es in der Stellenausschreibung, unter anderem mit der „fachlichen Betreuung der Ausschreibung und der Vergabe von Lizenzen zum Anbau von Cannabis für die medizinische Verwendung“ beschäftigt.

Darüber hinaus würden die Bewerber auch „eine qualitätsvolle Versorgung der Patienten gewährleisten“, wie Behördensprecher Maik Pommer es gegenüber der „Bild“ ausdrückt. Mit einem Bruttoeinkommen zwischen 2874 und 4575 Euro wäre die Stelle auch durchaus lukrativ, die Sache hat nur einen „klitzekleinen“ Haken, also lest lieber weiter, falls ihr schon Turnschuhe, Kapuzenpulli und unauffälliges Rumlungern vorbereitet: Ihr müsst nicht nur approbierter Mediziner, sondern auch jahrelanger Facharzt mit Erfahrung in wissenschaftlichen Studien sein, um den Job zu bekommen. Was den Kreis wieder „leicht“ einengt. Aber man(n) wird ja noch träumen dürfen …

Quelle: tag24.de