Es ist einmal mehr an der Zeit für unterirdische Nachrichten mit dem Thema Drogen. Nicht, was ihr jetzt denken mögt, nicht bildlich gesprochen, sondern wirklich unterirdische News, bei denen ihr strahlen werdet. Genug der miesen Wortspiele. Doch es stimmt: Die Polizei im britischen Wiltshire hat in einem ehemaligen Atomschutzbunker eine gigantische Cannabisplantage entdeckt. Die hatte einen Straßenwert von umgerechnet 1,51 Millionen Euro und umfasste mehrere tausend Pflanzen.

Drahtzieher des Ganzen sind wohl fünf Männer sowie ein Teenager, die bei einer mitternächtlichen Razzia von der Polizei von Wiltshire in flagranti ertappt und festgenommen wurden. Ganze 20 Räume umfasst der Bunker, die beinahe sämtlich zum Anbau von Cannabispflanzen umgerüstet wurden, so die Beamten. Der Bunker des früheren Verteidigungsministeriums war in den 80ern ursprünglich erbaut worden, um Würdenträgern aus der Gegend sowie Regierungsmitarbeitern im Falle eines atomaren Angriffs Schutz zu bieten.

Zwei Stockwerke, 20 Räume

Laut Detective Inspector Paul Franklin handelt es sich um „eine der größten Plantagen, die je entdeckt wurden“. Der Polizist bezeichnet den Bunker als „beinahe unannehmbar“, die Beamten mussten mit dem Zugriff warten, bis zwei Verdächtige die Anlage verließen – erst dann konnten sich die Beamten Zutritt verschaffen. Was sie im Inneren vorfanden, bezeichnet Franklin als „gewaltige Einrichtung“:

In der Anlage befinden sich schätzungsweise 20 Räume, verteilt über zwei Stockwerke, jeder davon 200 Fuß lang und 70 Fuß breit. Nahezu jeder Raum wurde umgewandelt, um eine umfangreiche Cannabisproduktion zu ermöglichen, und es fanden sich etliche Beweise, dass dort bereits mehrere Ernten durchgeführt wurden.“ Insgesamt wurden sechs Personen zwischen 15 und 45 ohne festen Wohnsitz festgesetzt, zwei der Erwachsenen und dem Teenager wird dabei die Cannabiszucht zur Last gelegt, drei andere Täter stehen überdies wegen Menschenhandels-Delikten vor Gericht.

Quellen: bbc.co.uk , Fotos: Wiltshire Police