Bundeswehrreform: Das Weltraumkommando der Bundeswehr kommt – Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat jetzt einen Teil der angekündigten Bundeswehrreform bekanntgegeben. Einer der ersten Schritte soll sein, bei der Bundeswehr ein „Weltraumkommando“ ins Leben zu rufen. Das hört sich im ersten Moment nach Science-Fiction und Truppen wie in „Krieg der Sterne“ an.

Ganz so futuristisch ist es dann nicht, was sich hinter dem kommenden „Weltraumkommando“ der Bundeswehr verbirgt. Im Grunde geht es darum, dass sich diese Truppe vom Boden aus um die Zonen rund um die Erde kümmert. Also jene Bereiche im All, wo all die wichtigen Satelliten herumschwirren.

Angriffe auf Satelliten

Ein wichtiges Feld, das man im Auge behalten muss, dienen Satelliten ja nicht nur wissenschaftlichen und kommerziellen Zwecken, sondern auch militärischen. Dabei fungieren sie unter anderem auch als Späh- und Frühwarnsysteme bezüglich feindlicher Raketenstarts oder Truppenbewegungen. Bei einem modernen Konflikt könnten daher Satelliten im Weltraum neue Ziele darstellen, um zivile oder militärische Infrastrukturen lahmzulegen.

Bündnisfall im Weltall

Für die Bundeswehr und vor allem auch die NATO ist es daher wichtig, diese zu schützen. Insbesondere, weil die NATO konkret Russland und China benennt, die in Zukunft Angriffe auf Satelliten starten könnten. Das „Weltraumkommando“ der Bundeswehr wird in der Zukunft also nicht „Star Wars“-mäßig mit Raumschiffen ins All starten, sondern auf der Erde als Aufklärungseinheit fungieren.

Allerdings ist Deutschland militärisch zurzeit selbst nicht in der Lage, einen Angriff auf Satelliten im Weltraum zu starten. Auf dem letzten NATO-Gipfel im Juni wurde nichtsdestotrotz beschlossen, dass ein Angriff im Weltraum auf Satelliten den Bündnisfall auslösen kann.

Quelle: tagesschau.de