Die Bundeswehr ist Männersache, dachte man jahrelang. Heutzutage gibt es in der Bundeswehr jedoch schon bis zu 18.500 Soldatinnen, die den gleichen Job verrichten wie ihre männlichen Kollegen. Lange Märsche mit schwerer Ausrüstung querfeldein, Liegestütze und die anderen Schwierigkeiten, die der Eintritt in die Bundeswehr mit sich bringt, stehen an der Tagesordnung. Sind sie besser als die Männer, fallen gleich Sprüche wie „Du wirst doch bevorzugt, weil du eine Frau bist.“. Männer sind offenbar ganz schlechte Verlierer.

Allgemein halten Männer Frauen für den Bundeswehreinsatz untauglich und werfen ihnen teilweise sogar vor, sich bei Beförderungen hochgeschlafen zu haben. Allgemein werden Frauen in einer Truppe oft sexuell belästigt, sei es nur durch blöde Witze, andere Anmaßungen oder echter Missbrauch. Ein Vergleich mit anderen Arbeitgebern beruhigt jedoch etwas: Die sexuelle Belästigung bei der Bundeswehr stellt kein „überdramatisches Problem dar“, wie Gerhard Kümmel, Leiter der Bundeswehr-Studie sagt.

Erschreckend ist, dass die Vorurteile gegenüber weiblichen Soldaten im Vergleich zu 2005 und 2008 sogar noch gestiegen sind. 22 Prozent aller Soldaten halten es sogar für gefährlich, wenn eine Frau bei einem Einsatz dabei ist. Schließlich weckt dies gleich die Beschützerinstinkte bei den Männern.

Trotz der Probleme zwischen Frau und Mann möchte die Bundeswehr ihre Werbung in Zukunft mehr auf die Frau ausrichten.

Quelle: Spiegel