Bundeswehr: Neuer Dienstgrad soll Attraktivität steigern – Die Bundeswehr hat es seit Jahren nicht leicht, weder intern noch extern. Viel wird über den Sinn und Zweck diskutiert, über den Auftrag der Armee, es gab massive Kritik an Ausrüstung und dem generellen Zustand der Truppe. Gleichzeitig versucht die Bundeswehr, ihr öffentliches Standing aufzupolieren und natürlich auch die Attraktivität innerhalb zu steigern.

Daher hat man einen neuen Dienstgrad eingeführt, mit dem den Soldatinnen und Soldaten mehr Verantwortung übertragen wird, ihnen aber auch mehr Geld winkt. Ziel ist es, durch die neuen Spitzendienstgrade gerade bei jungen Menschen den Werdegang beim Bund interessanter zu gestalten.

Dienstgrads des Korporals

Im Detail geht es um die Dienstgradgruppe Mannschaften der Bundeswehr, die in der Rangordnung auf der niedrigsten Hierarchieebene steht. Genau hier setzt man nun an und ermöglicht Mannschaftssoldatinnen und -Soldaten mit der Einführung des neuen Dienstgrads des Korporals neue Aufstiegschancen.

Mittlerweile wurden in Deutschland bereits die ersten vier Korporale befördert: Während eines feierlichen Appells in der Clausewitz-Kaserne nahe der Stadt Burg in Sachsen-Anhalt. Laut einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums, befanden sich darunter zwei Mitglieder des Heeres, einer aus der Luftwaffe sowie ein Soldat der Marine.

Bis April 2022 sollen 1400 Korporale ernannt werden.

Somit gibt es nun bei der Bundeswehr oberhalb des Dienstgrads Oberstabsgefreiter den Korporal sowie den Stabskorporal. Die Bundeswehr plant, bis zum Jahre 2031 rund 5000 neue Dienstposten zu erschaffen, um eben die Laufbahn in den Mannschaften für Soldatinnen und Soldaten attraktiver zu gestalten.

Alleine bis zum April 2022 sollen die ersten 1400 Korporale ernannt werden. Finanziell wirken sich die jeweiligen Beförderungen folgendermaßen aus: Verdiente man in der Mannschaftslaufbahn bis dato  maximal rund 2370 Euro brutto mit einer Zulage von 43 Euro, erhalten Korporale bei der Bundeswehr ein Plus von 51 Euro brutto auf ihren Lohn.

Quelle: spiegel.de