Der Sommer rückt mit großen Schritten näher und überall, in jedem Park, jedem Garten und von jedem Balkon riecht man schon wieder, wie die Grills brutzeln – nichts kommt zwischen die Deutschen und ihr Grillvergnügen. Doch das Bundesumweltamt warnt auf seiner Webseite: Das Grillen kann diverse Risiken bergen, unter anderem die Feinstaubbelastung ist den Angaben der Behörde zufolge hoch – daher zeigt das Amt Alternativen auf.

Gemeinsam mit Ruß belaste der Feinstaub die Atemwege, Gas- und Elektrogrill seien daher bessere Alternativen, gesünder und umweltschonender. Keinesfalls solle man in Innenräumen zum Holzkohlegrill greifen – kohlenmonoxid-haltige Gase und Erstickungsgefahr drohen. Auch berge das Grillen bei unsachgemäßem Einsatz etwa von Aluminium ein Krebsrisiko.

Denn verkohlte Stellen auf dem Essen enthielten ebenso krebserregende Stoffe durch das Tropfen von Fett oder Bier in die Kohlenglut und den dadurch entstehenden Rauch, wie auch Aluminium auf Säuren wie Zitronensaft oder auch auf Salz reagiere – durch solche Substanzen könne das Aluminium auf den menschlichen Körper übergehen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass eine hohe Aluminium-Aufnahme gesundheitliche Folgen haben könne.
Damit seien Alu-Grillschalen zwar besser, als das Grillgut einfach auf den Rost zu legen, sie sollen aber das „kleinere Übel“ darstellen, um das Abtropfen von Flüssigkeiten in die Glut zu vermeiden – würzen sollte man besser am Ende. Oder noch besser: Wiederverwendbare Grillschalen, etwa aus Keramik, benutzen. Auch lasse sich das Grillen ökologisch nachhaltiger gestalten.

Asche nicht als Dünger verwenden

Denn es sei nicht garantiert, dass gewöhnliche Holzkohle aus nachhaltigem Anbau stamme. Oft bestehe sie aus Tropenholz, für das ganze Wälder abgeholzt werden. Bei einem Import von 243.000 Tonnen Grillkohle nach Deutschland allein im Jahr 2012 kein unwesentlicher Faktor. Griller sollten daher besser zu Holzkohle mit dem FSC-Siegel greifen. Auch könne man durch den Verzicht auf Billigfleisch Treibhausgas massiv reduzieren.

Eine Studie des TÜV Rheinland hatte nachgewiesen, dass beim Grillen fast 95 Prozent der entstehenden Treibhausgase durch das Grillgut hervorgerufen werden: Es müsse hergestellt, transportiert und verkauft werden – mit Fleisch lokaler Anbieter/Bio-Fleisch oder Gemüse fahre man beim Grillen in Sachen Ökobilanz besser. Apropos Ökobilanz:

Die Holzkohlenasche sollte nicht oder nur in sehr geringen Mengen als Gartendünger oder Kompost enden, da sie konzentrierte Schwermetalle aus der Luftverschmutzung sowie krebserregende Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe enthalte. Daher sollte sie im kalten Zustand besser im Restmüll landen.

Quelle: umweltbundesamt.de