Bundestagswahl: Baerbock will bei Wahlsieg auf Gender-Sprache in Gesetz achten – Sollte Annalena Baerbock die Bundestagswahl für sich entscheiden und Kanzlerin werden, möchte sie in Gesetzestexten auf eine geschlechtergerechte Sprache achten. „Ich will Politik für alle Menschen machen und das bedeutet, auch alle mit anzusprechen – und nicht nur mit zu meinen“, erklärte die Kanzlerkandidatin der Grünen gegenüber dem Tagesspiegel.

Baerbock zufolge könne Sprache auch ausgrenzen, weshalb die Gesellschaft darauf achten müsse:

„Sprache verändert sich – heute reden wir zum Beispiel eher von ‚Ärztinnen und Ärzten‘ und nicht nur von ‚Ärzten‘, weil sonst im Kopf nur das Bild eines Mannes auftaucht“, so die Parteivorsitzende. 

„So ist es auch in vielen anderen Bereichen. Wenn ich weiß, dass bestimmte Begriffe einzelne Personen oder Gruppen verletzen, dann sollte man versuchen, die Dinge anders auszudrücken, aus Respekt.“

Darüber hinaus äußerte sich Baerbock bezüglich der von ihr gemachten Fehler im Wahlkampf.

„Manches hat in den vergangenen Wochen gelitten, weil ich nicht alles richtig gemacht habe und das schmerzt mich sehr.“

Auch die Plagiatsvorwürfe, die wegen ihres Buches „Jetzt: Wie wir unser Land erneuern“ aufgekommen waren, sieht die Grünen-Politikerin selbstkritisch: „Ich habe da an einigen Stellen nicht genau genug gearbeitet.“

Wie sie selber betont, lässt die Kritik an ihren Fehlern sie nicht kalt. „Es gibt gute Tage und Tage, an denen man denkt, Mensch, hätte besser laufen können.“

Sie macht aber auch klar, dass sie sich nicht aus Angst vor weiteren Fehlern zu verstecken gedenke. „Wir sind keine Roboter. Ich mache Politik als Mensch, aus der Lebenswirklichkeit der Menschen heraus. Und dabei möchte ich bleiben.“

Quelle: berliner-zeitung.de