Die samtig-fluffige Schaumkrone, die sich nach dem Eingießen bildet. Das prickelnde Gefühl nach dem ersten Schluck. Nichts ist besser als ein kühles Blondes – gerade bei diesen Temperaturen. Das wissen nicht nur wir Deutschen, sondern auch der Rest der Welt. Obwohl – die Chinesen könnten in dem Thema etwas Nachhilfe gebrauchen.

Anheuser-Busch Inbev möchte es nämlich als erster Brauer überhaupt schaffen, eine globale Biermarke zu etablieren. Alles, was dazu fehlt, ist der berüchtigte Markt in China. Den zu erobern ist schwierig, aber nicht unschaffbar. Bereits jetzt wird in der Stadt Ziyang öfter das aus dem US-Bundesstaat stammende Budweiser ausgeschenkt. Das Bier wird jedoch nicht teuer importiert, sondern direkt an einem Hügel Ziyangs gebraut. Es fließt quasi direkt in die Gläser der Kneipenbesucher. Dabei wird nicht nur auf Gerste zurückgegriffen: Das chinesische Bud wird auch mit Reis hergestellt. Dies kommt vielen Chinesen entgegen.

Man möchte aus Budweiser eine ähnlich große Marke machen wie Coca-Cola. „Das Potenzial ist so enorm. Das werden wir nicht so schnell ausschöpfen können“, träumt Konzernchef Carlos Brito. Bieranalyst Dirk Van Vlaanderen schätzt sogar, dass globale Marken unter der Führung von Budweiser in den kommenden drei Jahren für 60 Prozent des Volumenwachstums der Gruppe sorgen werden.

Quelle: Süddeutsche