Brutale Schläge: Fangschrecken-Krebs verprügelt Tintenfisch – Wer Tierfilme liebt, die in die geheimnisvollen Tiefen der Unterwasserwelt abtauchen, kennt das Szenario: Wir sehen einen Tintenfisch, der gemächlich seine Fangarme über den Boden ausrollt – tastend ist er auf der Suche nach Beute. Etwa nach Krustentieren: So ein leckerer Shrimp ist eben nicht nur etwas für Cocktailpartys. Dann erspürt er seine Mahlzeit – und alles ist schnell vorbei. Gewissermaßen, nur anders, als erwartet.

Dieser Ausschnitt stammt vom YouTube-Kanal von „National Geographic“ – und zeigt uns einen Kampf, den man so nicht auf dem Schirm hat, wenn man kein großer Tierliebhaber ist: Denn dieser knapp 75 Zentimeter große Geselle mit den Saugnäpfen und den „Predator“-Tarnfähigkeiten ist der kalifornische Zweipunktkrake. Und solange er Seelöwen und Muränen aus dem Weg geht, ist der Kleine der Jäger. Sein Speiseplan unter anderem: 

Krebse und Krabben

Die mag unser gefleckter Freund Octopus bimaculoides, wie er mit lateinischen Namen heißt, besonders gerne. Doch diesmal hat er sich mit dem Falschen angelegt. Der stiläugige Gesell im Video ist ein „Mantis Shrimp“, zu deutsch: Fangschreckenkrebs. Der lässt sich nicht gerne verspeisen, flieht erst einmal in seine Höhle und nimmt dort eine Drohhaltung ein. Die Warntracht, die wachen Sinne mit den besten Augen aller Tiere – übel. Kraki merkt nix.

Er hat Hunger und riskiert es. Dumme Idee. Denn der Fangschreckenkrebs trägt seinen Namen nicht grundlos: Ein speziell verändertes Beinpaar ist zu einem hochelastischen Hammersystem verwachsen. Das hat im Zusammenspiel mit der Klarsicht genug Power, nicht nur Beutetiere zu töten, sondern ist berüchtigt dafür, die wände Wände von Meerwasseraquarien zu gefährden.

Stark wie ein Löwenbiss

Kein Wunder, hat diese natürliche Waffe doch die Kraft einer abgefeuerten Pistolenkugel vom Kaliber 22 und entfesselt auf kleinstem Raum annähernd die gleiche Gewalt wie der Druck der Kiefer einer afrikanischen Löwin. Brutaler noch, weil diese Power sich auf einen Punkt fokussiert. Genau das bekommt Freund Zweipunktkrake zu spüren – dies’ Veilchen vergisst er nicht. Er kann froh sein, keinen Schädelknochen zu haben, sonst wäre er tot.