Brötchen bald teurer als ein Euro? Inflation macht vor Bäckern nicht Halt – Gegenwärtig macht eine Preisexplosion nach der anderen in den Medien die Runde: Gestiegene Preise für die Energieversorgung, für Sprit und Nudeln erhitzen die Gemüter und werden von der Politik erbittert diskutiert. Wie ein Artikel vom Freitag aufzeigt, macht der Negativtrend auch vor dem Bäcker nicht Halt: Die Inflation berührt auch Teigwaren wie etwa Brötchen.

Dies schreibt „Focus“ in dem Artikel und benennt als Gründe für den Preisanstieg bei Backwaren eine Mischung aus den Nachwirkungen der Corona-Pandemie und den eingangs erwähnten Kosten für verschiedene Rohstoffe und Energie. Wörtlich heißt es in dem „Focus“-Artikel, dass „Brötchen bald mehr als einen Euro kosten könnten“. Die Brotpreise ziehen demnach bereits an.

Auch Übersee-Zutaten teurer

Die Preise für das normale Frühstücksbrötchen könnten demnach bald auf über einen Euro steigen, wie von ersten Stimmen verkündet werde. Die Gründe dafür sind dem Artikel zufolge mannigfaltig: Die Rohstoffpreise für Bäcker sind teurer geworden – allein das Getreide hat laut Statistischem Bundesamt eine Steigerung um mehr als ein Drittel (34,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahr erfahren.

Bei Zucker liegt dieser Preisanstieg bei rund 40 Prozent im Vergleich zu 2020. Der Bäckermeister und Chef der Berliner Bäckerinnung, Johannes Kamm, bestätigte gegenüber der „B. Z.“ auch eine Teuerungsrate für Backzutaten aus Übersee. Kürbiskerne, Mandeln und Rosinen würden teurer: „Die Transportkosten haben sich teilweise verzehnfacht“, so Kamm gegenüber der Zeitung.

Zu den Preiserhöhungen für Zutaten gesellen sich die gestiegenen Energiekosten:

Bäckeröfen werden mit Strom und Gas betrieben, deren Preise deutlich angezogen haben. Hinzu kommen Lieferkosten für Lkw und Autos durch gestiegene Kraftstoffpreise. All diese Entwicklungen haben sich bereits auf die Preise für die Backwaren ausgewirkt. In Berlin sind sie im Schnitt von 30 auf 0,33 Euro gestiegen, im Münsterland von 40 auf 0,45 Euro.

Bei Weißbrot beträgt der Preisanstieg fünf Prozent, bei Toast zehn Prozent im Vorjahresvergleich. Der „Focus-Artikel“ resümiert, ein Ende der sich emporschraubenden Preisspirale sei „zunächst nicht in Sicht“. Die Reaktion der „Bäckerzeitung“ auf diese negative Entwicklung: eine Warnung.

Viele Bäckereien vor dem Aus

Bei einer Weitergabe aller Kosten an die Verbraucher, welche die Betriebe aktuell verzeichnen, müssten Brötchen demnach „bald weit über einen Euro kosten“, wie es wörtlich heißt. Zudem droht zahlreichen Bäckereien das Aus: Ein Zusammenspiel der aktuellen Preissteigerung bei Energie und Rohstoffen mit den Nachwehen der Corona-Pandemie.

Quelle: focus.de