Brauereien unter Druck: Bier wird zu Spottpreisen verschleudert – Nach nun rund einem Jahr in der Corona-Krise geraten die Brauereien Deutschlands immer mehr unter Druck. Vor allem, weil der Bier-Absatz im Januar so stark sank wie nie. Auch die nahe Zukunft sieht nicht rosig aus, unter anderem, weil auch die Gastronomie weiter geschlossen bleibt. Derweil haben viele in der Branche Angst vor einer Pleitewelle.

Um diese zu umschiffen und die Absatzzahlen wieder in die Höhe zu treiben, geht man vermehrt auf den Bier-Handel in den Supermärkten und Discountern ein. Der Verbraucher steuert in der Pandemie derweil meist nur einen Supermarkt oder Discounter für seine Einkäufe an, dies nennen Experten „One-Stop-Shopping“. Deshalb will natürlich jeder Händler sich selbst zum Geschäft der Wahl machen.

Etwa auch mit aggressiven Angeboten, wobei Bier eine nicht zu verachtende Rolle spielt. So ließ die Supermarktkette Rewe verlauten: „Bier ist ein stabiler und wichtiger Frequenzbringer. […] Speziell das Segment um zehn Euro pro Kiste.“ Diese Zahl zieht sich in Bezug auf die Bierpreise in den Supermärkten und Discountern aktuell deutschlandweit.

So gibt es zum Beispiel massive Bieraktionen wie im Rewe in Berlin, wo eine Kiste Radeberger Pils mit 20 Halbliterflaschen für 9,99 Euro angeboten wird. Dies sind stolze 32 Prozent unter dem Normalpreis. Auch Kaufland in Leipzig verlangt lediglich zehn Euro für einen Kasten Warsteiner.

Im Frankfurter Netto gibt es zum „Super-Wochenende“ einen Kasten Krombacher Pils für 9,99 Euro und der Großhändler Metro haut deutschlandweit Bitburger für 9,98 Euro raus. Wer sich also mit Bier eindecken möchte, wird es aktuell so günstig wie selten zuvor tun können.

Also schlagt kräftig zu, auch um den Brauereien zu helfen, die mit den zu Branchen zählen, die durch die Corona-Pandemie heftigste Einbußen hinnehmen mussten. Schließlich wollen wir doch alle, dass auch nach der Krise Bier von euren Lieblingsbrauereien erhältlich sein wird und man dort die Pleitewelle umgehen kann.

Quelle: welt.de