Silvester rückt mit großen Schritten näher und für viele bedeutet das: Einmal im Jahr mit Knallern, Böllern, Heulern und Raketen das Vergangene verabschieden und das Neue einleiten. Nicht so in einigen Städten in NRW: Angesichts der Übergriffe in Köln in der Silvesternacht 2015/2016 will man für Einwohner und Besucher für mehr Sicherheit sorgen. In zwei Städten sollen Böller in „böllerfreien Zonen“ komplett verboten werden.

Am Mittwoch will die Kölner Polizei ein neues Sicherheitskonzept präsentieren, mit dem sexuellen Übergriffen wie in der Silvesternacht 2015 vorgebeugt werden soll – durch zusätzliche Videokameras sowie Beleuchtungsanlagen. Zudem werde auf eine verstärkte Präsenz von Ordnungs- und Polizeikräften geachtet, offenbarte ein Sprecher der Kölner Polizei gegenüber der „Welt“. 

Dortmund, Essen und Münster haben noch keine Sicherheitskonzepte für die Silvesternacht 2017/18 offenbart, diese sollen jedoch umgesetzt werden. In Aachen, Bochum, Bonn und Duisburg wird ebenfalls die Präsenz der Ordnungskräfte erhöht. In einem Teil Bielefelds sowie in der Altstadt von Düsseldorf sowie werden Knall- und Feuerwerkskörper hingegen komplett untersagt, genau wie 2016. Hier wird es wieder eine „böllerfreie Zone“ geben, deren Eingänge ab 20:00 Uhr kontrolliert werden, um ein Mitbringen von Knallkörpern zu unterbinden. 

In den letzten Jahren war es gerade hier immer wieder zu einem „rücksichtslose[n] Umgang mit Feuerwerkskörpern“ gekommen. Wie in jedem Jahr betonen Experten, dass Böller durch ihre Lautstärke das Potenzial bergen, teils irreversible Innenohrverletzungen auszulösen – dagegen könne man sich mit Ohrstöpseln schützen, oder gleich auf Böller zugunsten von Fontänen, Feuerkreiseln, Feuerringen oder ähnlichem, optisch schönerem Feuerwerk verzichten.

Quelle: welt.de