„Bittere Mogelpackung“: Was von der Energiepauschale tatsächlich bleibt – Zwar können sich alle Erwerbstätigen im September über einen Staatszuschuss von 300 Euro freuen, der dazu dienen soll, die Folgen der explodierenden Energiepreise ein wenig abzufedern, allerdings bleiben davon im Schnitt lediglich zwei Drittel übrig. Wie aus einer Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, kommen damit laut Bundesfinanzministerium bloß noch 193 Euro auch tatsächlich beim Bürger an.

Je nach Gehalt liege die Spanne zwischen 0 und 142,42 Euro.

Zur Berechnung bezieht sich das Finanzministerium laut den Funke-Zeitungen auf Daten des Statistischen Bundesamtes, denen zufolge der durchschnittliche Bruttojahresverdienst für Vollzeitbeschäftigte im letzten Jahr bei 54.304 Euro lag.

In der Antwort auf die Anfrage der Linken heißt es: „Unterstellt man keine weiteren Abzugsbeträge, ergäbe sich in diesem Durchschnitts-Fall ein Abzugsbetrag von 107 Euro auf die Energiepreispauschale.“

Weiter heißt es vonseiten des Finanzministeriums, dass sich die Kosten für die Bereitstellung der Pauschale auf 13,8 Milliarden Euro summieren. Rechnet man nun aber wieder die Lohnsteuer, Einkommenssteuer und den Solidaritätszuschlag mit ein, belaufe sich der Saldo auf rund 10,4 Milliarden Euro, da man 3,4 Milliarden Euro einbehalten würde.

Von daher bezeichnete Linksfraktionschef Dietmar Bartsch die Energiekostenpauschale gegenüber den Funke-Zeitungen als „bittere Mogelpackung“.

Bartsch erklärte: „Die Energiekostenpauschale sollte steuerfrei und vor allem auch an Rentner und Studierende ausgezahlt werden. Dafür sollten Topverdiener wie Minister diese Leistung nicht bekommen.“

Dass die Länder und Kommunen den Großteil der Finanzierung stemmen müssten, hält Bartsch zudem für „hochproblematisch“.

Quelle: n-tv.de