Kein Kaffeetisch, keine Grillparty, wo nicht irgendwann auch diese Gäste auftauchen – zumindest im Sommer: Wespen. Kaum wird es warm, schwärmen die schwarz-gelben kleinen Räuber wieder aus, errichten ihre Nester und gründen neue Staaten. Die meisten Leute haben eine gedankenlose Lösung parat, wie sie mit den nützlichen Fluginsekten umgehen – Erschlagen und gut. Doch das kann richtig ins Geld gehen.

Denn es gibt Arten, die unter Naturschutz stehen, weil manche auf der sogenannten „Roten Liste“ stehen – darunter auch die „Kreiselwespe“. Diese grundlos zu töten, kann mit 65.000 Euro Strafe geahndet werden. Doch auch die am weitesten verbreiteten Arten, die „Deutsche Wespe“ sowie die „Gemeine Wespe“, die jeder vom Kaffeetisch kennt, genießen Naturschutz. Hier kann man mit immerhin noch bis zu 5000 Euro belangt werden.

Diese Summen bestätigte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) gegenüber der „Bild“ – doch Dr. Melanie von Orlow vom NABU offenbarte auch, dass sie bislang noch nicht von einem Fall gehört hätte, der vor einem Gericht verhandelt worden sei. Dennoch: Rechtlich auf der sicheren Seite seid ihr nur, wenn ihr Wespen tötet, weil akute Lebensgefahr herrscht. Etwa am Steuer oder weil ihr Allergiker seid bzw. wegen anderer gesundheitlicher Gründe.

Auch für die Zerstörung von Nestern kann man mit bis zu 50.000 Euro belangt werden – gleichwohl, welche Art diese Nester gebaut hat.

Quelle: bild.de