In Warstein kam es zu einer Welle von Infektionen, bei der ganze 165 Menschen erkrankten – wobei zwei von ihnen verstarben. Grund für diesen Vorfall sollen „Warsteiner Legionellen“ sein, deren Ursprung möglicherweise in der 260 Jahre alten Warsteiner Brauerei liegen könnte.

Doch für die Betreiber der Privatbrauerei heißt es nun aufatmen. Denn das Hygiene-Institut in Gelsenkirchen hat das Bier als unbedenklich eingestuft, folglich ist es also nicht mit Legionellen belastet. In mehreren Untersuchungen wurde festgestellt, dass nicht nur das für den Brauvorgang eingesetzte Wasser, sondern auch das zum Spülen der technischen Anlagen verwendete Wasser komplett unbelastet ist.

„Es gibt derzeit nicht einen einzigen Hinweis darauf, dass es eine Belastung der Bier-Produkte gibt“, meldet sich Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) zu Wort. „Die Experten gehen ohnehin davon aus, dass durch einen Brauprozess mit 100 Grad heißem Wasser Legionellen sowieso abgetötet würden, wenn welche vorhanden gewesen sein sollten. Darauf deutete aber nichts hin.“

Offen bleibt allerdings weiterhin die Frage, wo die Legionellen herkommen, die im Abwasser der Brauerei gefunden wurden. Eine neue Theorie geht davon aus, dass das Klärbecken der Großbrauerei über die Luft kontaminiert wurde, wodurch die Brauerei selbst nicht als Verursacher der Krankheitswelle gelten würde. Auch Vögel werden als mögliche Ursache nicht ausgeschlossen.