Krise, Krise, überall nur Krise. Auch die ehrwürdige Zunft der Bierbrauer hat es angeblich hart getroffen. Vom steten Rückgang des Konsums ist die Rede. Die Deutschen mögen kein Bier mehr heißt es. Aber wir sagen: Bierkrise am Arsch!

Vor allem das bayerische Bier geht nämlich weg wie warme Semmeln und so gut wie seit 20 Jahren nicht mehr. 2,6 Prozent hat es im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, womit der Gesamtabsatz auf staatliche 25,5 Millionen Hektoliter anstieg. Das entspricht mal eben 2,55 Milliarden Maß, wie der Bayerische Brauerbund kürzlich stolz mitteilte.

Auch im Exportbereich wurde mit 4,9 Millionen Hektolitern ein Rekordergebnis von 20,7 Prozent erzielt. Verbandspräsident Friedrich Düll sieht den Erfolg im Bekenntnis zum bayerischen Reinheitsgebot begründet und legt deshalb großen Wert darauf, dass „bayerisches Bier“ auch in Bayern gebraut wird. Dieses stehe nämlich für „handwerkliche Braukunst, gelebte Tradition, natürliche Zutaten, Qualität, aber auch Vielfalt“.

Und wo wir gerade dabei sind, können wir dem Bayerischen Reinheitsgebot auch gleich zum 500-jährigen Bestehen gratulieren.