Kennt ihr das? Ihr schaut fern, und sobald eure Sendung von der Werbung unterbrochen wird, stellt ihr beim Zappen fest, dass dies offensichtlich auf allen Sendern gleichzeitig der Fall ist. Wer weiß schon, ob es da nicht irgendwelche Absprachen gibt? Das ist aber nicht illegal! Wenn sich Handelsketten in Sachen Bierpreise absprechen, dagegen schon! Und genau das ist im Falle der Marken Beck's, Franziskaner und Hasseröder geschehen.

    
„Die betroffene Brauerei hat beim Absatz ihrer wichtigsten Biermarken mehrfach Erhöhungen der Ladenpreise mit den Händlern abgesprochen und die Einzelheiten, insbesondere die Stichtage und die Höhe der jeweiligen Preisanhebung, zwischen diesen koordiniert“, erklärt der Chef des Bundeskartellamtes Andreas Mundt.

Im Detail geht es um illegale Abmachungen zwischen dem Brauereigiganten Anheuser-Busch InBev und mehreren Edeka-Regionalgesellschaften, der Edeka-Discount-Tochter Netto, Rewe, Metro und dem Getränkegroßhändler Kempf aus Offenburg.

Und das wird teuer! So hat das Bundeskartellamt nun Bußgelder über insgesamt 90,5 Millionen Euro gegen die Einzelhändler verhängt. Anheuser-Busch und Rewe kamen indes glimpflich davon, hatten diese doch frühzeitig und umfassend ausgepackt.