Dass der multinationale Bierbrauer Anheuser Busch Inbev eine Fusion mit dem Budweiser-Produzenten SAB-Miller anstrebt ist ja allgemein bekannt. Doch erst jetzt liegt auch ein Angebot vor, welches vermutlich alle Beteiligten zufriedenstellt, wozu auch die Regulierungsbehörden gehören.

Neben den nunmehr fälligen gut 100 Milliarden Euro werde man auf einen Teil des US-Geschäftes verzichten, und die an SAB-Miller angegliederte Miller Coors an den US-Konzern Molson Coors verkaufen. Damit dürfte die Sache auch für die amerikanischen Wettbewerbsbehörden klargehen, sodass nach der viergrößten Fusion aller Zeiten weltweit jedes dritte Bier aus dem Hause AB Inbev käme.

Die Aktien freut's, und dem Hersteller von Beck's sowieso, der sich nicht nur jährliche Einsparungen von 1,3 Milliarden Euro verspricht, sondern über SAB Miller auch problemlos lateinamerikanische Märkte wie Kolumbien und Peru, sowie Afrika erschließt. Immerhin ist der Hersteller von Sorten wie Corona und Pilsner Urquell bereits in 16 afrikanischen Ländern vertreten und profitiert schon seit geraumer Zeit von der dort wachsenden Mittelschicht.

Die Ausweitung auf Märkte wie Afrika und China ist für den Bierbrauer vor allem deshalb wichtig, da die Konsumenten auf den traditionellen Heimmärkten zunehmend auf Biersorten kleinerer Hersteller zurückgreifen.

Nur China könnte sich noch als Problem für die dortigen Behörden erweisen, schließlich ist AB Inbev dort mit 14 Prozent Marktanteil schon recht breit aufgestellt. Von daher schließen Experten nicht aus, dass der neue Großkonzern noch SAB Millers 49-Prozent-Anteil an Chinas größten Brauer CR Snow loswerden muss.