Wir haben bereits vor geraumer Zeit von einer Projektidee berichtet, welche vorsieht, Obdachlose und Schwerstabhängige für das Sammeln von Müll unter anderem mit Bier zu entlohnen. Und tatsächlich geht das 'Pick-Up' getaufte Kind zum 1. Oktober an den Start.

Es ist ein schwieriges Thema, bei dem die einzelnen Meinungen weit auseinandergehen, doch die Politiker in Essen sind sich immerhin einig, dass es das Projekt verdient habe, ausprobiert zu werden, nachdem es wegen geäußerter Bedenken mehrfach verschoben worden war.

Bevor man 'Pick-Up' nun erzürnt als Schnapsidee (haha) abtut, sollte man wissen, dass die 'Suchthilfe direkt Essen' dafür verantwortlich zeichnet, also Menschen, die sich schon von Berufswegen mit Suchtkranken beschäftigen. Zudem erscheint aufgrund der medialen Berichterstattung das Projekt in einem relativ schlechten Licht, da der Alkohol stets als Aufhänger für die entsprechende Meldung dient. In Wahrheit sieht 'Pick-Up' auch eine warme Mahlzeit, Vitamine sowie medizinische Betreuung vor. Zudem erhalten die Teilnehmer 1,25 Euro pro Stunde.

Interessanterweise ernten die Initiatoren die größte Kritik ausgerechnet aus den eigenen Reihen. So stört sich die Hauptstelle für Suchtfragen grundsätzlich an dem Prinzip 'Arbeit gegen Alkohol', während die Obdachlosenhilfe Ruhrgebiet und Niederrhein das Ganze sogar als „menschenverachtend“ bezeichnet.

Was haltet ihr von diesem Pilotprojekt? Eine gute Idee, die allen hilft, oder ein Ausnutzen der Krankheit von Menschen?