Wenn die Herrschaften an der Spitze Mist machen, fällt dieser meist nach unten, und somit direkt auf den Kopf des kleinen Mannes. Von daher wundert sich vermutlich keiner, dass nach dem vom Bundeskartellamt verhängten Bußgeld in Höhe von 105 Millionen Euro die abgestraften Bierbrauereien das Geld wieder zurückholen, indem sie ihre Preise erhöhen.

Grund für das Bußgeld waren illegale Preisabsprachen unter einigen Großbrauereien. Darunter prominente Namen wie Bitburger, Krombacher, Veltins und Warsteiner. Von Scham indes keine Spur. Ganz im Gegenteil, absitzen muss es der Kunde. Es wird von einer Erhöhung von 50 bis 80 Cent pro Kiste ausgegangen. In der Kneipe wird man für sein Pils gut 10 Cent mehr veranschlagen müssen. Offiziell sind aber natürlich die hohen Rohstoffpreise und gestiegene Kosten für Energie, Glas, Logistik und Personal schuld.

Gepetzt hat übrigens Beck's. Als Kronzeuge muss Hersteller Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH von daher kein Bußgeld zahlen. Man darf gespannt sein, ob deren Bierpreis stabil bleibt.

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