Es war ein historischer Fund, den ein paar Taucher vor Jahren gemacht hatten. In einem Schiffswrack von 1840 auf dem Grund der Ostsee fanden sie – neben Wein und Champagner – 175 Jahre altes Bier. Für alle Bierliebhaber natürlich ein echtes Schätzchen. Aber ob man das noch saufen kann? Wissenschaftler haben es versucht!

Forscher der Technischen Universität München nahmen das „Alt“-Bier unter die Lupe. Sie probierten von dem altehrwürdigen Gerstensaft und mussten feststellen: Ungenießbar! Andreas Dunkel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Lebensmittelchemie der Technischen Universität München, wollte den Spaß nicht selbst verkosten und überließ dies seinen Kollegen: „Es soll salzig, verdorben und relativ sauer geschmeckt haben.“

Anhand der Untersuchungen des Bieres kamen sie aber zu folgendem Urteil in Bezug auf den damaligen Geschmack: „Wir konnten herausfinden, aus welchen Rohstoffen das Bier damals gebraut wurde. Es wurde Hopfen verwendet, der sich vom heutigen, gezüchteten Hopfen unterscheidet. Damals wurde mit beta-säurereichen Hopfensorten gebraut, während heute alphasäurereiche Hopfen wichtiger sind. Der Unterschied besteht im Aufbau der chemischen Verbindungen – und in der bitteren Note. Die Annahme, dass das Bier damals so viel bitterer gewesen sei, als das heutige, ist aber nicht ganz richtig. Es war einfach ein ganz anderer Bittergeschmack."

So interessant so ein alter Bierfund auch ist, aber da bleiben wir doch lieber bei unseren bekannten Biersorten und erfreuen uns am unvergleichlichen Biergeschmack. In diesem Sinne: Prost!