Bezahlen mit PayPal & Co. kann teuer werden: Experten warnen vor Kostenfalle – In Sachen Online-Shopping verlassen sich digitale Kunden gerne auf Bezahldienstleister wie PayPal, Klarna oder Ratepay. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich dabei die „Buy now, pay Later“-Option, dank der man sein bestelltes Produkt erst später bezahlen muss – etwa nach 14 oder 30 Tagen. Man kauft also quasi auf Rechnung, allerdings ohne dafür extra Gebühren zahlen zu müssen.

Wie Schufa-Vorstand Ole Schröder erklärt, ist „Buy now, pay Later“ (zu Deutsch: Kaufe jetzt und zahle später) vor allem bei jüngeren Kunden äußerst beliebt, gelte dies doch als vermeintlich sichere und bequeme Option.

So zum Beispiel beim Kauf von Kleidung, die man gerne erst anprobieren möchte, bevor man zahlt.

Oft wird Verbrauchern dabei auch eine Zahlung auf Raten angeboten, allerdings fällt hier schnell einiges an Extrakosten in Form von Zinsen an. Dem Internetportal „finanztip.de“ zufolge, kann sogar ein Jahreszins von bis zu 15 Prozent fällig werden.

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass man bei Rechnungs- und Ratenbezahlungen die Bezahlfrist vergisst und entsprechend eine Mahnung ins Haus flattert. Laut einer repräsentativen Umfrage unter 16- bis 25-Jährigen, ist dies ganzen 40 Prozent der Befragten schon einmal passiert.

Oder aber, es mangelt den Kunden am Zahlungstermin schlicht am nötigen Geld.

Schröder: „Aber auch viele kleine Kredite belasten das Haushaltsbudget, so kann sich das Ganze schnell zu einer Schuldenfalle entwickeln.“

Denn für derlei vor sich hingeschobene Schulden fallen immer mehr Zinsen und Gebühren an, wie der Frankfurter Schuldnerberater Matthias Klusmann gegenüber der „Tagesschau“ erklärte.

Richtig teuer werde es schließlich, wenn sich nach ein, zwei Mahnungen ein Inkasso-Büro einschalte.

Denn dieses verlange nicht bloß die Inkasso-Kosten, sondern stelle oft zusätzliche Gebühren in Rechnung. „Dann entstehen Kosten, die in keiner Relation mehr zum eigentlichen Kaufpreis stehen.“

Außerdem drohe Betroffenen ein negativer Eintrag bei der Schufa, der sich letzten Endes auf alle weiteren Finanzgeschäfte negativ auswirken könne.

Quellen: tagesschau.de , chip.de